NÖ-Schulkinder beim Wintersport besonders gefährdet.

Vom Skihelm bis zu den Pistenregeln: AUVA für mehr Sicherheit auf Eis und Schnee.

Wien (OTS) - Wie gesund ist Hermann Maier, sind die Skiladies Marlies Schild und Kathrin Zettl schmerzfrei, gibt es genug Schnee für das Ski-Opening in Sölden? Die Antwort lautet: Der Winter steht vor der Tür. Für Schulkinder und Schulen hat die AUVA, die beitragsfreie SchülerInnen-Unfallversicherung, seit Jahren ein umfassendes und attraktives Angebot. "Vor allem für Familien in Niederösterreich ist unsere Ski- und Snowboardhelm-Aktion von Interesse: es gibt Top-Helme in verschiedenen Größen zum Aktionspreis von 23,50 Euro. Allerdings heißt es schnell sein: die Stückzahl ist begrenzt.", sagt Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser, Leiter des Unfallverhütungsdienstes der AUVA Landesstelle Wien.

Das Angebot der AUVA für die Wintersaison an den Schulen reicht von

  • der Ski- und Snowboard-Helm-Aktion über
  • Sicherheitsabende für Skikurse mit Praxisübungen am nächsten Tag (AUVA Ski & Board Safety-Guide),
  • den AUVA Sicherheitstag für die 5. bis 9. Schulstufe am 19. Jänner 2010 auf der Tauplitz,
  • das Planspiel "Richter sein im Team", das sich mit tatsächlich passierten Wintersportunfällen befasst,
  • bis zu Sicherheitstipps auf Poster, in Broschüren und Folder sowie die bewährten Unterrichtsmaterialien für Lehrer und Schüler.

Nähere Infos zu den AUVA Angeboten und den beteiligten Partnern gibt es im Internet unter: www.auva.at Menüpunkt Schulinfo oder unter www.safety-guide.info.

"Die meisten Schülersportunfälle im Winter passieren beim Skifahren und beim Snowboarden. Daher liegen hier die Schwerpunkte unserer Präventionsarbeit", erklärt Dipl.-Ing. Wolfgang Glaser, Leiter des Unfallverhütungsdienstes der AUVA Landesstelle Wien. Im Jahr 2008 hat die AUVA in Wien, Niederösterreich und Burgenland 2.195 Wintersportschulunfälle anerkannt. Im Detail zeigt die AUVA Statistik große Unterschiede in den drei Bundesländern, die die Landesstelle betreut:

Wien: Eislaufen vor allem für Volksschüler gefährlich

Hier führt bei den unfallträchtigsten Wintersportarten Skifahren knapp vor dem Eislaufen. Insgesamt kam es 2008 zu 1.015 Wintersportunfällen von Schülern aller Schultypen. Knapp 50 Prozent dieser Unfälle passierten 2008 in den Allgemeinbildenden Höheren Schulen, rund ein Fünftel in den Hauptschulen und immer noch 163 in den Volksschulen, die allerdings zu 90 Prozent auf das Konto Eislaufen gehen.

Die Schulunfallrate setzt die Anzahl der Unfälle mit der Anzahl der Schüler in einer Kategorie in Relation. Je niedriger sie ist, desto weniger Gefahr besteht. Die Wintersportschulunfallrate für Wiener Kinder beträgt 5,0 auf 1.000 Schüler und ist knapp besser jene für Niederösterreich. Beim Vergleich der Schularten schneiden die AHS mit einer Unfallrate von 7,9 auf 1.000 Schüler am schlechtesten ab.

Niederösterreich: Höchste Unfallrate, Snowboarder sehr gefährdet

Generell ist das Risiko, als SchülerIn in Niederösterreich einen Wintersportschulunfall zu erleiden unter den drei Bundesländern am höchsten.

Fast 400 der insgesamt 1.050 Unfälle kommen beim Snowboarden zu Stande. Es folgten Skifahren und Eislaufen. Die Hauptschüler waren 2008 mengenmäßig zu rund 40 Prozent von Wintersportunfällen betroffen, dann kamen BesucherInnen der AHS.

Niederösterreich hat das schlechteste Ergebnis beim Vergleich der Unfallraten der Bundesländer mit 5,3 auf 1.000 Schüler. Dazu tragen die AHS-Wintersportunfälle mit einer Unfallrate von 8,8 auf 1.000 Schüler maßgeblich bei.

Burgenland: Hauptschüler am stärksten betroffen, beste Unfallrate

Die unfallträchtigste Wintersportart der burgenländischen SchülerInnen ist das Snowboarden mit 68 oder mehr als 50 Prozent von insgesamt 130 anerkannten Unfällen. Es folgen mit deutlichem Abstand Skifahren und Eislaufen.

2008 waren die HauptschülerInnen mengenmäßig knapp mehr betroffen als die BesucherInnen der AHS. Burgenland ist das einzige Bundesland, in dem die VolksschülerInnen bei der Anzahl der Unfälle nicht auf Rang drei liegen. SchülerInnen der Technischen und Gewerblichen Mittleren oder Höheren Schulen aber auch von Wirtschaftlichen und Kaufmännischen Mittleren und Höheren Schulen waren öfter betroffen.

Mit einer Unfallrate von 3,9 auf 1.000 SchülerInnen schneidet das Burgenland im Bereich der Landesstelle Wien am besten ab. Die Schulunfallrate setzt die Anzahl der Unfälle mit der Anzahl der Schüler in einer Kategorie in Relation. Daher liegt das Risiko für Besucher von berufsbildenden Schulen mit einer Unfallrate von 5,6 nur knapp hinter dem AHS-Niveau mit 6,0 auf 1.000 Schüler.

Die in allen drei Bundesländern häufigsten Verletzungen waren Quetschungen und Prellungen (792 Fälle - besonders betroffen: Hände und Beine), Knochenbrüche (704 Fälle - im Besonderen von Armen und Händen) und Verstauchungen und Zerrungen (452 Fälle - speziell von Beinen und Händen).

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