- 15.10.2009, 14:06:51
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Grüne Wien zu Dressel-Aussagen: Schönrederei löst keine Drogenprobleme
Wiener Drogenkoordinator liefert glatte Themenverfehlung ab
Wien (OTS) - Die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi
Cammerlander, übt scharfe Kritik an den jüngsten Äußerungen des
Wiener Drogen-beauftragten Michael Dressel in der "Presse". "Es ist
immer wieder schockierend, wie ignorant der Wiener Drogenkoordinator
Michael Dressel die Situation in Wien schön redet", so Cammerlander.
"Während in unseren Nachbarländern mutig neue und erfolgreiche Wege
eingeschlagen werden, um die Situation für die Bevölkerung ebenso wie
für die Betroffenen zu verbessern, versucht Michael Dressel mit
Aussagen wie "Ich traue mich sogar zu sagen, dass wir dieses Problem
im Griff haben" zu beruhigen."
"Bereits seit 24 Jahren gibt es in der Schweiz und Deutschland
Konsumräume. In Kooperation mit der Polizei werden so Suchtkranke
ebenso wie Dealer unter Kontrolle gehalten. In Wien wird nach wie vor
in Parks, Stiegenhäusern, öffentlichen WC´s konsumiert, mit allen
Nachteilen für die Bevölkerung. Aber Michael Dressel sagt dazu nur:
"Das Risiko, sich mit Krankheiten anzustecken, ist fast nicht
gegeben." "Soll dies Eltern beruhigen, wenn sich ihr Kind in der
Sandkiste mit einer weggeworfenen Nadel sticht?", fragt Cammerlander.
Die Grünen Wien fordern einmal mehr, diese Vogel-Strauß-Politik zu
beenden und sich der Probleme anzunehmen. Selbst der europäischen
Drogenkoordinatorin Dagmar Hedrich ist es unbegreiflich, dass man
sich in Wien derart gegen Konsumeinrichtungen wehrt. Durch
unhygienischen, unkontrollierten Konsum steigt die Zahl der
Drogentoten in Österreich stärker an als in anderen europäischen
Ländern.
"Wenn in Wien Geld nur dafür verwendet wird, zweimal jährlich neue
Studien auf Hochglanzpapier zu drucken und zu präsentieren, entsteht
der Eindruck, Drogenpolitik wird nur zum Selbsterhalt der
Drogenkoordination und ihrer vielen Mitarbeiter gemacht", so
Cammerlander. "An der Situation der Bevölkerung und der Drogenkranken
ändert sich so nichts."
Rückfragehinweis:
Pressereferat, Tel.: (++43-1) 4000 - 81814, [email protected]
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