Grüne Wien zu Dressel-Aussagen: Schönrederei löst keine Drogenprobleme

Wiener Drogenkoordinator liefert glatte Themenverfehlung ab

Wien (OTS) - Die Sozialsprecherin der Grünen Wien, Heidi Cammerlander, übt scharfe Kritik an den jüngsten Äußerungen des Wiener Drogen-beauftragten Michael Dressel in der "Presse". "Es ist immer wieder schockierend, wie ignorant der Wiener Drogenkoordinator Michael Dressel die Situation in Wien schön redet", so Cammerlander. "Während in unseren Nachbarländern mutig neue und erfolgreiche Wege eingeschlagen werden, um die Situation für die Bevölkerung ebenso wie für die Betroffenen zu verbessern, versucht Michael Dressel mit Aussagen wie "Ich traue mich sogar zu sagen, dass wir dieses Problem im Griff haben" zu beruhigen."

"Bereits seit 24 Jahren gibt es in der Schweiz und Deutschland Konsumräume. In Kooperation mit der Polizei werden so Suchtkranke ebenso wie Dealer unter Kontrolle gehalten. In Wien wird nach wie vor in Parks, Stiegenhäusern, öffentlichen WC´s konsumiert, mit allen Nachteilen für die Bevölkerung. Aber Michael Dressel sagt dazu nur:
"Das Risiko, sich mit Krankheiten anzustecken, ist fast nicht gegeben." "Soll dies Eltern beruhigen, wenn sich ihr Kind in der Sandkiste mit einer weggeworfenen Nadel sticht?", fragt Cammerlander.

Die Grünen Wien fordern einmal mehr, diese Vogel-Strauß-Politik zu beenden und sich der Probleme anzunehmen. Selbst der europäischen Drogenkoordinatorin Dagmar Hedrich ist es unbegreiflich, dass man sich in Wien derart gegen Konsumeinrichtungen wehrt. Durch unhygienischen, unkontrollierten Konsum steigt die Zahl der Drogentoten in Österreich stärker an als in anderen europäischen Ländern.

"Wenn in Wien Geld nur dafür verwendet wird, zweimal jährlich neue Studien auf Hochglanzpapier zu drucken und zu präsentieren, entsteht der Eindruck, Drogenpolitik wird nur zum Selbsterhalt der Drogenkoordination und ihrer vielen Mitarbeiter gemacht", so Cammerlander. "An der Situation der Bevölkerung und der Drogenkranken ändert sich so nichts."

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