"Go international" kurbelt Export an!

Um Konjunkturmotor wieder auf Touren zu bringen

St. Pölten (OTS) - 2009 und 2010 gibt es nicht nur mehr Geld für Österreichs Export-Unternehmen, sondern auch zahlreiche neue Unterstützungsmaßnahmen.

In Österreich werden 6 von 10 Euro durch den Export erwirtschaftet. Ebenso unverzichtbar ist dieser Wirtschaftsbereich für Niederösterreich. Waren von in Summe 20 Milliarden Euro wurden zuletzt von den blau-gelben Betrieben exportiert. Dazu kommen rund 7,5 Milliarden Euro an Dienstleistungen, die von Niederösterreich aus jenseits der Grenzen erbracht werden. Rund die Hälfte des Landes-BIP geht somit auf das Konto der Exporte!

Größeres Stück vom Kuchen abschneiden
Der Welthandel hat jedoch in den letzten Monaten stark unter den Folgen der weltweiten Finanzkrise gelitten. Und Österreich bekommt als stark exportorientiertes Land diese internationalen Turbulenzen kräftig zu spüren. Auch an Niederösterreich sind die Einbußen bei den Ausfuhren durch die wirtschaftlich schwieriger gewordene Lage nicht spurlos vorbeigegangen.
Entsprechend wichtig ist es, gerade jetzt neue Maßnahmen zu setzen, um die Ausfuhren wieder verstärkt anzukurbeln. "Wir müssen versuchen, uns vom kleiner werdenden Kuchen ein größeres Stück abzuschneiden", so beschreibt der Chef der Außenwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich, Walter Koren, die Zielsetzung von "go international", einer Kooperation des Wirtschaftsministeriums und der WKO.

Mehr Geld für die Exportwirtschaft
Dafür steht Österreichs Export-Unternehmen 2009 und 2010 mehr Geld zur Verfügung - jährlich sind es 25 Millionen Euro! Zahlreiche attraktive Förderungen sollen noch mehr zum Schritt über die Grenze motivieren:
So beinhaltet "go-international" Initiativen zur Exportmotivation, einen speziellen Branchenfokus mit 18 konkreten Hoffnungsbranchen in wichtigen Zielmärkten, die Förderung der internationalen Technologievernetzung und von Dienstleistungsexporten, den Export von Bildungs-Know-How sowie die Verstärkung der Präsenz österreichischer Unternehmen auf internationalen Messen.

Besondere Chancen für niederösterreichische Betriebe
Vor allem bei den finanziell attraktiven Direktförderungen gibt es für die Unternehmen einiges zu holen. Hier winken je nach Instrument und individuellen Voraussetzungen Kofinanzierungen von bis zu 10.000 Euro je neu erschlossenem Exportmarkt. Kein Wunder also, dass vor allem die Direktförderungen bei vielen Unternehmen hoch im Kurs stehen. "Wir sind froh, die Ressourcen jetzt genau dort einsetzen zu können, wo wir sie dringend benötigen", so Koren.
"Es geht uns einfach darum, künftig noch gezielter als bisher neue Nischen und Märkte auf dem internationalen Parkett zu besetzen", sagt Niederösterreichs Wirtschaftskammer-Präsidentin Sonja Zwazl. Vor allem in der Umwelt- und Energietechnologie, aber auch bei den Nahrungsmitteln oder im Bau zeichneten sich derzeit besondere Chancen für niederösterreichische Betriebe ab, so Zwazl.

Neuer "Export-Coach" für NÖ Betriebe
Ganz handfeste Hilfe für exportwillige Unternehmen gibt es in Niederösterreich nun neu in Gestalt von Mag. Robert Steininger. Dieser wird künftig als "Export-Coach" gezielt auf blau-gelbe Betriebe zugehen, um ihnen ihre Chancen jenseits der Grenzen aufzuzeigen. "Sich ruhig mehr trauen" lautet auch die Botschaft der Wirtschaftskammer-Präsidentin an die NÖ Unternehmen. "Wer seine Produkte nach Linz liefern kann, kann das auch nach Brünn." Und wer einmal in Brünn gelandet sei, würde "seine Geschäftsfelder wieder ein bisschen weiter sehen".

Erweiterter Heimmarkt
Vor allem kleine und mittlere Unternehmen hätten in Sachen Export leider noch immer Hemmschwellen im Kopf. Der internationale Markt werde noch nicht als natürliches Geschäftsfeld wahrgenommen, bedauert die Präsidentin. Die Scheu vor anderen Kulturen, insbesondere aber anderen Sprachen, lässt Firmen davor zurückschrecken, offensiv ihre Möglichkeiten über die eigenen Staatsgrenzen hinweg zu nutzen, selbst wenn es sich de facto um den eigenen Heimmarkt handelt. Denn von -sagen wir - Bruck an der Leitha ist der Weg nach Bratislava kürzer als der Weg nach St. Pölten. Auch hier steht die Wirtschaftskammer mit ihrer "go international"-Initiative hilfreich zur Seite.

Ehrgeizige Zielsetzung
Derzeit sind rund 5.500 blau-gelbe Unternehmen im Export engagiert. Das heißt, dass bereits rund jedes zwölfte NÖ Unternehmen seine Leistungen im Ausland anbietet. "Diesen Anteil wollen wir in den nächsten Jahren aufstocken", erklärt Präsidentin Zwazl. "Unser Ziel ist es, dass jedes zehnte niederösterreichische Unternehmen als Exporteur aktiv ist." Das sei eine zwar ambitionierte, aber durchaus realistische Vorgabe, betont Zwazl.

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