GPA-djp fordert kollektivvertragliche Regelungen für private Kindergärten

Kindergartenaufstand stärkt gewerkschaftliche Bemühungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Wien (GPA-djp) - Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) fordert die Betreiber privater Kindergärten auf, endlich den Weg für eine kollektivvertragliche Regelung der Gehalts- und Arbeitszeitbedingungen für KindergartenpädagogInnen freizugeben. "Durch die endgültige Einbeziehung in eine kollektivvertragliche Struktur, könnten die Arbeitsbedingungen nachhaltig verbessert werden", erklärt der stv. Geschäftsbereichsleiter der GPA-djp Reinhard Bödenauer.++++

Konkret geht es darum, an die bereits vor einiger Zeit verhandelten Regelungen im Rahmen der BAGS-Kollektivvertragsverhandlungen anzuknüpfen, die Mindestgrundgehaltsansätze weiter zu valorisieren und die bereits ausverhandelten Punkte durch Beitritt zur BAGS (Berufsvereinigung von Arbeitgebern für Gesundheits- und Sozialberufe) anzuerkennen. Besonders gefordert sind dabei beispielsweise die Geschäftsführungen der Österreichischen Kinderfreunde und von "Kind in Wien".

Derzeit erfolgt für den Großteil der Beschäftigten in privaten Kindergarteneinrichtungen die Entlohnung lediglich auf Basis von Mindestlohntarifen, die unter dem Niveau etwa des BAGS-Kollektivvertrages. Die Verhandlungen zum Mindestlohntarif (MLT) starten diesen Herbst und es soll mit 1.1. 2010 zu einer Anhebung des Tarifs kommen. Zurzeit sichert der von der GPA-djp jährlich verhandelte MLT die gehaltlichen Mindeststandards, aber beispielsweise auch das 13. und 14. Gehalt. Eine dynamischere Erhöhung des MLT ist aus Sicht der GPA-djp zur Absicherung der Betroffenen aber ebenfalls dringend notwendig.

"Die in der GPA-djp organisierten BetriebsrätInnen der privaten Kindergärten haben die vom Kindergartenaufstand geforderten Punkte auf ihrer Verhandlungsagenda, jede Unterstützung der BetriebsrätInnen in diesem Bereich und der zuständigen Gewerkschaft vergrößert die Aussicht, die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern", so Bödenauer.

Zur aktuellen Situation in Deutschland merkt Bödenauer an, dass diese nur bedingt mit jener Österreichs zu vergleichen sein, da in Deutschland die Mindeststandards jedenfalls im privaten Kinderbetreuungsbereich unter jenen Österreichs liegen.

ÖGB, 15. Oktober 2009 Nr. 611

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