Diakonie für Aufwertung der Elementarpädagogik

Chalupka fordert Konjunkturbelebung durch Bildungsoffensive

Wien (OTS) - "Wenn am Samstag die Kindergärtnerinnen auf Wiens Straßen demonstrieren, dann sollten Wirtschafts- und Finanzpolitiker die Ohren spitzen", empfiehlt Michael Chalupka, Direktor der Diakonie Österreich, und erklärt: "Wer jetzt etwas für die Konjunktur tun möchte, sollte sich auf die Bildung stürzen. Vor allem im vorschulischen Bereich gibt es viel zu tun: Österreich liegt mit einer Betreuungsquote von 45 Prozent bei den 3 bis 4-Jährigen weit hinter Deutschland und Dänemark. Dabei gibt es kaum einen Arbeitssektor, der so viele positive Effekte nach sich zieht."

Der Kindergarten sei die erste außerfamiliäre Bildungseinrichtung und erhöhe die Chancen auf spätere Schulerfolge - gerade bei benachteiligten Kindern, erklärt Chalupka und führt weiter aus:
"Sprach- und Entwicklungsdefizite, aber auch soziale Schwächen können im vorschulischen Bereich noch am effizientesten ausgeglichen werden. Daher wirken sich Investitionen in die Kinderbetreuung positiv auf das gesamte Bildungssystem aus - bis hin zu Jugendarbeitslosigkeit."

Laut Diakonie beeinflussen Investitionen in die Kinderbetreuung die Wirtschaft. Wenn Eltern für das Erwerbsleben freigespielt würden, stiege das Familieneinkommen und damit die Konsumnachfrage. Gleichzeitig seien Kinderbetreuungseinrichtungen selbst Auftraggeber und kurbelten die Nachfrage an, vor allem bei lokalen Unternehmen. "Frauen im Alter sind besonders von Armut bedroht. Das merken wir in der Diakonie sehr deutlich. Nehmen Mütter aber am Erwerbsleben teil, sammeln Sie Versicherungszeiten für ihre Alterspension. Leistbare und qualitativ hochwertige Kinderbetreuung ist daher auch für diese Problematik ein Teil der Lösung", betont Chalupka.

"Und letztendlich sichern Kinderbetreuungseinrichtungen Arbeitsplätze in der Region, denn sie können nicht in Billiglohnländer verlagert werden. Bessere Arbeitsbedingungen für Pädagoginnen und Pädagogen, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung, die für alle Eltern erschwinglich ist und größtmögliche Förderung aller Kinder - davon profitiert die gesamte Gesellschaft!", so Chalupka abschließend.

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