Security Package für noch mehr Versorgungssicherheit - Bild

Wien (OTS) - Mit dem Security Package - einer Art Baukastensystem für Hochspannungsleitungen - können so genannte Notmaste oder Ersatzgestänge rasch zusammengebaut werden. Bei Störfällen, beispielsweise als Folge von Naturkatastrophen, kann mit Hilfe dieser "Notmasten" die Übertragungsleistung von beschädigten Leitungen rasch wieder hergestellt werden. Resultat: Noch kürzere Ausfallzeiten und eine weitere deutliche Steigerung des ohnedies sehr hohen Versorgungssicherheitsniveaus der Leitungen der VERBUND-Austrian Power Grid AG. Das Security Package wurde am 14. Oktober 2009 offiziell im Umspannwerk Obersielach übergeben und in Betrieb genommen.

Das Security Package ist ein wesentlicher Teil des umfangreichen Sicherheitskonzepts der VERBUND-Austrian Power Grid AG und besteht aus Ersatzgestängen und mobilen Einsatzzentralen (Container). Mit diesem System können die Mitarbeiter der insgesamt sieben Leitungstrupps, die in ganz Österreich stationiert sind, innerhalb sehr kurzer Zeit die Übertragungsleistung einer beschädigten Leitung wieder herstellen.

"Es liegt in der Verantwortung der VERBUND-Austrian Power Grid, das Übertragungsnetz rund um die Uhr sicher zu betreiben und auf mögliche Störfälle vorbereitet zu sein. Die kurzen Ausfallzeiten machen Freileitungen, verglichen mit Erdkabeln, zur effektivsten und sichersten Art der Stromübertragung. Unser neues Security Package ist ein weiterer Sicherheits-Meilenstein, der uns praktisch zu jeder Jahreszeit und auch in unzugänglichem Gelände die rasche Errichtung von Notmasten ermöglicht", so Dipl.-Ing. Dr. Heinz Kaupa, Vorstandsdirektor der VERBUND-Austrian Power Grid AG.

Darüber hinaus ist die VERBUND-Austrian Power Grid AG aktiv an der Erforschung des lokalen Sturmrisikos beteiligt . So hat die Verbund-Netztochter gemeinsam mit dem Versicherungsverband Österreichs (VVO) die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) mit der Erstellung von Windgefährdungskarten beauftragt. Für regionale Problemzonen werden zusätzlich Windfeldanalysen durchgeführt. Die Erfahrungen in diesen Bereichen werden regelmäßig mit anderen Infrasrukturbetreibern bzw. sonstigen Know how-Trägern wie ÖBB, ORF, Austro Control, Allianz-Versicherung oder ZAMG ausgetauscht.

Vorteile des neuen Notmast-Systems sind neben der ganzjährigen Einsatzmöglichkeit, die eine rasche Wiederherstellung der Versorgungssicherheit auch im Winter bei hoher Schnee- und Eislast gewährleistet, auch die kurze Montage- und Demontagezeit und die vielseitige Einsatzmöglichkeit durch ein Baukastensystem. Das Ersatzgestänge ist als Leitungsprovisorium sowohl einsystemig als auch zweisystemig einsetzbar. Das Gestänge wird dabei komplett auf dem Boden liegend montiert und leicht über ein Kippgelenk aufgerichtet. Ist das Gelände gut befahrbar, kann der provisorische Mast auch mit einem Autokran aufgestellt werden. In besonders schwierigem Gelände können die Einzelteile auch per Hubschrauber senkrecht aufeinandergesetzt werden.

Die Ersatzgestänge sind zu je 50 Prozent im Umspannwerk Obersielach und im Umspannwerk Ernsthofen gelagert. Durch diese strategisch gewählten Lagerorte im Süden und im Norden Österreichs kann flexibel und rasch auf Störungen in jedem Teil der insgesamt 3. 700 km langen Trassen der Verbund-Netztochter reagiert werden. Die Kosten für die angeschafften Security-Packages betragen insgesamt 2,6 Mio. Euro.

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