Prölls Vorstoß ist unverantwortlich - Hacklerregelung verlängern statt abschaffen!

Linz (OTS) - Als völlig inakzeptabel bezeichnet AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer die Forderung Finanzminister Prölls, die so genannte "Hacklerregelung" bereits vor 2013 auslaufen zu lassen. Das sei sozial ungerecht und auch arbeitsmarktpolitisch unsinnig. Angesichts des dramatischen Anstiegs der Arbeitslosigkeit um 50 Prozent und der Altersarbeitslosigkeit (bei über 50-Jährigen) sogar um 56,3 Prozent würde die Abschaffung der Hacklerregelung die Arbeitsmarktprobleme zusätzlich verschärfen.

Tausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die bereits jahrzehntelang gearbeitet haben, haben sich in ihrer zukünftigen Lebensplanung auf den Beschluss des Parlaments verlassen, die Hacklerregelung mindestens bis zum Jahr 2013 aufrecht zu erhalten. Viele haben zum Beispiel auf Basis der Hacklerregelung mit ihren Arbeitgebern bereits Vereinbarungen über Altersteilzeit getroffen. Diese Menschen zu verunsichern und den Parlamentsbeschluss jetzt wieder in Frage zu stellen, sei grob fahrlässig, stellt der AK-Präsident fest.

Finanzminister Pröll hat seine Forderung mit der Notwendigkeit begründet, nach der Krise das Budget zu konsolidieren. Spekulanten und Banker haben die Krise und die damit verbundenen budgetären Problem des Staates verursacht. Statt diese finanziell in die Pflicht zu nehmen, will Pröll die Kosten nun auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer abwälzen, die seit Jahrzehnten ihre Leistung bringen und an der Krise völlig unschuldig sind.

"Eine solche Politik wird auf den entschlossenen Widerstand der Arbeiterkammer stoßen. Männer haben sich nach 45, Frauen nach 40 Arbeitsjahren ihre Pension verdient. Das ist und bleibt die Position der Arbeiterkammer", sagt der AK-Präsident. Das erfordere nicht nur, die Hacklerregelung nicht vorzeitig auslaufen zu lassen, sondern ganz im Gegenteil ihre Verlängerung über das Jahr 2013 hinaus.

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