Hofer: Regierung hat wieder Gentechnik-Erklärungsbedarf

Gentechnisch veränderter Leinsamen ist doch nach Österreich gelangt

Wien (OTS) - "Auch beim Leinsamen sind wir nicht die Einsamen - im Sinne einer Insel der Seligen", so heute der freiheitliche Umweltsprecher NAbg Norbert Hofer. "Wie sich vor wenigen Tagen herausstellte, ist der gentechnisch verunreinigte Leinsamen, der kürzlich in Deutschland für Aufregung gesorgt hatte, wider alle behördlichen Beteuerungen auch nach Österreich gelangt."

Zunächst habe das offizielle Österreich, allen voran die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES, reflexartig abgestritten, die kontaminierten Produkte könnten auch zu uns gelangt sein. Das Gesundheitsministerium hätte allerdings Probenziehungen angeordnet, die nunmehr zu positiven Ergebnissen geführt hätten.

"Besonders problematisch an der Situation ist die Tatsache, dass sich das Ministerium neuerlich weigert, die betroffenen Produktnamen zu nennen", so Hofer. "Neuerlich deshalb, weil dies auch bei der bis heute ungeklärten Verunreinigung konventioneller Reissorten mit einer angeblich niemals angebauten Gentechniksorte der Fall war, als die damalige Gesundheitsministerin Rauch-Kallat Namensnennungen verweigert hatte."

"Transparenz und Information sind Verbraucherrechte, die ausnahmslos zu gewähren sind", fordert Hofer. "Zudem muss man sich akribisch der Ursachenforschung widmen, denn auch die jetzt in Leinsamenprodukten gefundene Gentechniksorte FP 967 - was ausdrücklich nicht auf eine FPÖ-Urheberschaft hinweist - ist seit 2001 in ihrem Herkunftsland Kanada verboten. Wie gelangt sie dann im Jahre 2009 nach Deutschland und Österreich? Wir fordern hier umfassende Aufklärung und werden eine entsprechende Anfrage an den Gesundheitsminister richten," so Hofer abschließend.

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