- 07.10.2009, 14:27:49
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Schmied zu Bildungsreform: "Zeit der Umsetzung ist gekommen"
Gemeinsame Pressekonferenz mit Bundeskanzler Faymann: Bis 2013 120.000 Plätze der "Tagesbetreuung Neu" anbieten
Wien (OTS/SK) - "An der Bildungsreform, die sich aus einer
Vielzahl von konkreten einzelnen Projekten zusammensetzt, führt kein
Weg vorbei. Die Zeit der Umsetzung ist gekommen, wir müssen die
Maßnahmen hier und jetzt engagiert realisieren", betonte
Bildungsministerin Claudia Schmied, heute, Mittwoch, bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Werner Faymann im
Amerling-Gymnasium in Wien-Mariahilf. Das Motto bei der
Bildungsreform müsse jetzt heißen "Yes, we do". Das
Amerling-Gymnasium sei ein hervorragendes Beispiel für "gelebte,
angewandte Bildungspolitik" und dieses Gymnasium sei auch einer von
81 Standorten, an dem heuer die "Tagesbetreuung Neu" begonnen hat.
Bei den ganztägigen Schulangeboten müssten die öffentlichen Schulen
"Topqualität" liefern, so Schmied, die klarmachte, dass es das Ziel
sei, bis 2013 120.000 Plätze der "Tagesbetreuung NEU" anzubieten.
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Die erfolgreichen Projekte im Bildungsbereich (u.a. Neue
Mittelschule, Kleinere Klassen, Lehre und Matura, Bildungsstandards,
Matura neu, mehr Sprachförderung, interkulturelles Lernen) müssten
jetzt "konsequent Schritt für Schritt fort- und umgesetzt werden,
denn es hat keinen Sinn, hier auf das Jahr 2020 zu vertrösten", so
Schmied bei der Pressekonferenz zum Thema "Die Bildungsreform geht
weiter. Die nächsten Schritte für eine bessere Schule". Klar sei,
dass die "Summe der einzelnen konkreten Maßnahmen den Erfolg bringt",
bekräftigte Schmied.
80 Prozent der Befragten für Ausbau ganztägiger Schulformen
Die "Tagesbetreuung NEU" biete attraktive Lernformen und
Freizeitangebote sowie Kunst- und Kulturprojekte, so Schmied, die
betonte, dass sich laut aktueller Umfragen 80 Prozent der Befragten
klar für eines Ausbau der ganztätigen Schulformen aussprechen. Es
müsse von öffentlicher Seite her in absehbarer Zeit gelingen, im
Bereich ganztägige Schulformen Topqualität anzubieten, andernfalls
drohe ein Trend hin zu Privatschulen, so Schmied, die in diesem
Zusammenhang davor warnte, dass die Kluft zwischen Arm und Reich dann
noch größer würde.
Für die Schule der Zukunft brauche es freilich auch zeitgemäße
organisatorische und personelle Rahmenbedingungen. Wesentliche Punkte
seien hier das neue Dienst- und Besoldungsrecht, die gemeinsame
Ausbildung für alle im Lehrberuf Tätigen, mehr Verantwortung für den
Schulstandort sowie eine schlanke und effiziente Schulverwaltung. Bei
all diesen Punkten sei es von zentraler Bedeutung, dass deren
Umsetzung "gemeinsam gut gelingt", so Schmied, die im Anschluss an
die Pressekonferenz gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann von
der Direktorin des Amerling-Gymnasiums, Silvia Naetar, durch die
Schule mit ihrem qualitätsvollen ganztägigen Schulangebot geführt
wurde. (Schluss) mb
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Tel.: 01/53427-275
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