- 07.10.2009, 13:36:30
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Bundeskanzler Faymann: "Medienvielfalt ist die Basis für Journalismus mit Zivilcourage"
Bundeskanzler Werner Faymann verleiht Alfred-Worm-Journalistenpreis 2009
Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann verlieh heute, Mittwoch,
im Rahmen der Eröffnung der Medientage 2009 den
Alfred-Worm-Journalistenpreis. Die Medientage 2009 finden von 7. bis
9. Oktober in der Messe Wien statt. Faymann ging in seinem
Eröffnungsstatement auf die Bedeutung von Medienvielfalt und einen
Qualitätsjournalismus mit Zivilcourage ein. In Zeiten der
Wirtschaftskrise sei es außerdem notwendig, den Optimismus auch in
der Medienbranche nicht zu verlieren. Denn für die Phase des
Aufschwungs seien Investitionen in Zukunftsbereiche erforderlich, um
Vielfalt zu bewahren und zu fördern.
"Der Alfred-Worm-Preis für investigativen Journalismus zeichnet
Menschen aus, die in ihrer Arbeit Zivilcourage zeigen. Der Preis
steht für einen kritischen, unabhängigen und beharrlichen
Journalismus von höchster Qualität", so Bundeskanzler Faymann. Ein
derartiger Journalismus sei aber nur möglich, wenn es Medienvielfalt
gibt. Daher sei es auch eine Aufgabe der Regierung, durch die
Presseförderung einen Beitrag zum Erhalt von Vielfalt in Österreich
zu leisten.
Optimismus sei in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig, um für
die Zeit nach der Krise die richtigen Entscheidungen zu treffen, so
Faymann. Gerade in Zukunftsbereiche müsse weiterhin investiert
werden. "Es gibt Anzeichen, dass Österreich die Krise besser
bewältigen kann, als andere Länder. Wir haben den geringsten Anstieg
der Arbeitslosigkeit und die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in der
EU", so der Kanzler. Das zeige, dass unser Land in der Krise "besser
gegenhalten" könne. Zu diesem "Gegenhalten" gehöre auch ein
funktionierender Mediensektor, in dem jetzt die Weichen für die Zeit
des Aufschwungs richtig gestellt werden müssten.
"Die Finanzmarktkrise hat uns gezeigt, wie wichtig Kontrolle ist. Es
ist Aufgabe der Politik, sich für funktionierende Kontrollgremien
einzusetzen und sie in ihrer Arbeit zu unterstützen. Medienvielfalt
und kritischer Journalismus spielen dabei eine zentrale Rolle", sagte
der Kanzler. Alfred Worm sei ein solcher Journalist gewesen, der mit
seiner Beharrlichkeit, Unabhängigkeit und Klarheit Missstände
aufgedeckt und hinterfragt habe. Er sei mit seinen Recherchen in die
Tiefe gegangen und habe den schmalen Grad zur Vorverurteilung nicht
überschritten. "Der Alfred-Worm-Preis ehrt daher gerade jenen
Journalismus, der die Grenzen des Respekts beachtet, also Qualität
und Tiefe einem schnellen Urteil vorzieht", so Faymann.
Rainer Fleckl und Erich Vogl vom Kurier hätten mit ihren
umfangreichen Recherchen zum Thema Doping gezeigt, was mit seriösem
Journalismus erreicht werden kann. "Ich gratuliere den beiden
Preisträgern zum Alfred-Worm-Preis für investigativen Journalismus.
Sie haben den Scheinwerfer auf etwas gerichtet, das wir nicht dulden
dürfen", so Faymann. Den Sonderpreis für die beste Dokumentation
erhielt Alexandra Keller vom Tiroler Nachrichtenmagazin ECHO für ihre
Artikelserie zu den "Tiroler Gemeindeguts-Agrargemeinschaften". "Ich
danke den heute Geehrten, dass sie mit ihrer Arbeit gegen
Gleichgültigkeit und das Zudecken von Missständen ankämpfen", so der
Kanzler abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Angelika Feigl
Pressesprecherin des Bundeskanzlers
Tel. (01) 531 15 - 2758
0664/842 80 80OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NBU






