- 07.10.2009, 13:09:25
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Wien Modern startet unter "prekären Verhältnissen" sein Festival
29. 10. bis 21.11.- 70 Veranstaltungen - Diverse Musiker-Porträts - Kinderschiene im Dschungel Wien
Wien (OTS) - Eine Morgenröte in Sachen finanzieller Aufstockung
könnte sich für das Musikfestival "Wien modern" im Jahr 2011 ergeben,
bis dahin müsse man unter prekären Verhältnissen weitermachen: Dies
war neben der Vorstellung des 3,5 Wochen dauernden Musikfestivals am
Mittwoch gemeinsamer Tenor des Mediengespräches von Bernhard Kerres
(Präsident), Thomas Angyan (Vorstand) und dem künstlerischen Leiter
Berno Odo Polzer, der nach zehn Jahren Verantwortung zum letzten Mal
die inhaltliche Planung des Festivals inne hat. Wesentlicher
Subventionsgeber des europaweit anerkannten Festivals ist die Stadt
Wien, der Bund steuert, laut Angyan, in Relation nur ein Sechstel des
Wiener Budgets bei. Der Rest basiert auf Sponsoren und Kooperationen.
Aufgrund der engen Verhältnisse fällt das Festival bereits zum
zweiten Mal um eine Woche kürzer aus. Polzers Ausscheiden ist nach
eigenem Bekunden aber mehr der Erkenntnis "Zehn Jahre sind genug" und
"neue interessante Projekte" geschuldet. Die Nachfolge der
künstlerischen Leitung steht noch nicht fest.
An insgesamt 20 Orten findet ab Ende Oktober in Wien das
Festival statt. Neben Musikverein und Künstlerhaus konnte erstmals
auch der renovierte Kuppelsaal der Technischen Universität gebucht
werden. Dschungel Wien, mit einer speziellen Musikschiene für junge
Musikinteressierte, ist bereits zum sechsten Mal mit dabei, das
Gartenbaukino bietet an drei Samstagen "Konzertparties", Fluc,
Semperdepot, Ruprechtskirche wie auch brut Künstlerhaus und brut
Konzerthaus finden sich ebenfalls auf der Wien-Karte des
Avantgarde-Festivals.****
Mit dem US-(Film)Musiker Robert Ashley, dem "weithin
unbekannten" (Polzer) norwegischen Geiger und Komponisten Ole-Henrik
Moe, Edgar Varése (1883-1965), Bernhard Ganger und dem
"Musik-Architekten" Iannis Xenakis sind fünf große Musiker-Porträts
geplant. Für letzteren gibt es am 20. November im Konzerthaus eine
"musikalische Sensation" (Polzer), wenn dessen 1966 komponiertes
Orchesterwerk "Terretektorh" mit "neunzig Orchestermusikern des Radio
Symphonie Orchesters, verteilt zwischen den Publikumsreihen,
aufgeführt wird."
Wichtiges Thema ist heuer auch die Befragung des Massenmediums
Fernsehen in Bezug zur zeitgenössischen Musik. Ashley revolutionierte
in den 70er Jahren die Opernübertragung für das Fernsehen, im brut
Konzerthaus werden - ab dem 30.10. unter der Schiene "Televisonen" -
Raritäten aus europäischen und amerikanischen TV-Archiven von den
50er bis zu den 80er Jahren gezeigt. Beginn der Fernsehschiene ist
unter der Woche "klassisch" um 20.15 Uhr, an den Wochenenden öffnet
sich die Raritätenkiste aus Dokumentationen, Opernübertragungen,
Interviews, Kunstfilmen und Talkshows bereits ab 16.00 Uhr.
Elfriede Jelineks "Bambiland" kommt in einer Produktion der in
Wien arbeitenden Gruppe "Theaterkombinat" in der Expedithalle der
Ankerbrot-Fabrik zur Aufführung (7.11.), in der Schiene "Junge
Musiker" stehen heuer die Altmusikerin Eva Reiter und der "radikale
Geräuscheberserker" Philipp Quehenberger mit diversen Stücken im
Mittelpunkt.
Für das Festival gibt es wieder einen Generalpass zum Preis von
79 Euro (ermäßigt: 51 Euro), Karten gibt es neben Konzerthaus und
Musikverein an den jeweiligen Veranstaltungsstätten, Inhaber eines
Kulturpasses der Aktion "Hunger auf Kunst und Kultur" erhalten freien
Eintritt: Infos zum Programm und Karten unter: www.wienmodern.at
rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/ma53/rkfoto/
(Schluss) hch
Rückfragehinweis:
PID-Rathauskorrespondenz: www.wien.at/vtx/vtx-rk-xlink/ Mag. Hans-Christian Heintschel Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53) Telefon: 01 4000-81082 Mobil: 0676 8118 81082 E-Mail: hc.heintschel@wien.gv.at
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