Industrie: Kapitalmarkt weiter stärken

IV-GS Beyrer: Vor allem in gegenwärtiger Situation als Ergänzung zu traditioneller Kreditfinanzierung für viele Unternehmen lebenswichtig

Wien (OTS/PdI) - "Ein leistungsfähiger Kapitalmarkt ist ein essentieller Bestandteil erfolgreicher Volkswirtschaften - auch und gerade angesichts der Bodenbildung in der konjunkturellen Entwicklung", betonte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung, Mag. Markus Beyrer, anlässlich der Präsentation der Studie "Kapitalmarkt in Österreich - Bedeutung, Fehlentwicklungen, Perspektiven". Für die österreichische Industrie ist der Zugang zu einem hochentwickelten Kapitalmarkt mit zeitgemäßen Finanzierungsinstrumenten als Ergänzung zur traditionellen Kreditfinanzierung gerade in der schwierigen Situation erfolgsentscheidend. Steuerideen wie die Diskussion über die Einführung einer Börse-Umsatzsteuer sind angesichts dieser wichtigen Rolle der Börse und der noch äußerst sensiblen konjunkturellen Situation in höchstem Ausmaß kontraproduktiv, so Beyrer.

Die Wiener Börse konnte in den vergangenen Jahren vor der Finanzmarktkrise eine spektakuläre Aufholbewegung verzeichnen, erinnerte der IV-Generalsekretär. Durch diese überdurchschnittlichen Zuwächse seien die Rückgänge aufgrund der Finanzturbulenzen geringer als die durchschnittlichen Zuwächse der Vorjahre, was per Saldo positive Nettoeffekte bedeute. Diese haben wiederum zu weiterem Wachstum und Beschäftigung beigetragen.

Mittelfristig müsse der österreichische Kapitalmarkt, vor allem auch im Hinblick auf den nach der Krise wieder verschärft eintretenden Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte weiter gestärkt und ausgebaut werden. Auch um nach der Stabilisierung wieder Wachstum und Beschäftigung zu erzeugen, werden sich die Unternehmen wieder stärker über den Kapitalmarkt finanzieren müssen. Nach der Stabilisierung der Bankenfinanzierung und der Liquiditätssicherung der Unternehmen durch das ULSG müsse wieder die Eigenkapitalzuführung der Unternehmen über die Börse und vorbörsliche Instrumente gestärkt werden. Gerade betreffend die Hebung der F&E-Quote gehe kein Weg an einem Ausbau des österreichischen Eigenkapitalmarktes vorbei.

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