RCA - Kerngeschäft ist und bleibt der Schienengüterverkehr

Der Modalsplit zu Gunsten der Schiene wird weiter ausgebaut - die Wirtschaftlichkeit darf dabei nicht auf der Strecke bleiben

Wien (OTS) - Österreich ist Europaspitze im Schienengüterverkehr -33 Prozent des Güterverkehrs werden auf der Schiene abgewickelt! Der europäische Durchschnitt liegt bei rund 15 Prozent. Die Strategie von Rail Cargo Austria basiert auf einem weiteren Ausbau dieses Wertes im Modalsplit. Der Vorwurf, RCA wolle den Güterverkehr von der Schiene auf die Straße verlagern, ist daher falsch. Im Gegenteil, Rail Cargo Austria arbeitet weiterhin intensiv daran, den Güterverkehr von der Straße auf die klimafreundliche Schiene zu holen.

Zwei aktuelle Beispiele: Ab Mitte Oktober rollen die Schottertransporte der Firma Asamer in Oberösterreich zwischen Roitham und Linz auf der Schiene. Unter dem Strich sind das 800 Tonnen täglich und 14.000 LKWs im Jahr, die von der Straße auf die Schiene verlagert werden. Mit den Transporten für die Firma Streng Bau GmbH holte sich RCA einen weiteren Großauftrag, der ab Mitte Oktober auf Schiene gebracht wird. Täglich rollen dann zwei Ganzzüge von Schönwies nach Dornbirn. Das bedeutet, 200.000 Tonnen und 14.000 LKWs werden jedes Jahr nicht auf der Straße, sondern auf der Schiene transportiert.

Rail Cargo Austria ist heute ein Gesamtlogistikanbieter, dessen Kerngeschäft im Schienengütertransport liegt und damit im Interesse des Eigentümers - der Republik Österreich - handelt. Und das wird auch in Zukunft, zum Wohle des Wirtschaftsstandortes Österreich, so bleiben. Rail Cargo Austria hat zudem den Auftrag, wirtschaftlich zu arbeiten. Denn das Unternehmen ist es jedem einzelnen Steuerzahler schuldig, seine Transportstrategie auf Wirtschaftlichkeit auszurichten. Einzelwagenverkehre des Qualitätsnetzes (Nachtsprung) mit einer Auslastung von nur 30 % bis knapp 50 % sind von einer Kostendeckung meilenweit entfernt. Hier müssen alternative Logistiklösungen unter Berücksichtigung aller Kundenanforderungen angedacht werden.

Der konkrete Fall - Steiermark

Rail Cargo Austria betreibt in Österreich zur Versorgung im Stückgutbereich 13 Logistik-Center. Zwei dieser Standorte liegen in der Steiermark, in St. Michael und Graz-Werndorf.

Die jüngsten Überlegungen gehen dahin, einen Teil dieser Stückguttransporte auf die Straße zu verlagern. Denn derzeit werden einzelne Güterwagen - die nicht einmal halb voll sind - von St. Michael und Graz-Werndorf quer durch Österreich transportiert. Um anschaulich zu machen, um welche Größenordnungen es geht: RCA transportiert jeden Tag in Österreich rund 285.000 Tonnen auf der Schiene. Über die Standorte St. Michael und Werndorf rollen im angesprochenen Stückgutbereich täglich nicht einmal 700 Tonnen - das sind hochgerechnet 0,25 % der täglich beförderten Gesamttonnage.

Die RCA ist in Europa das einzige Eisenbahnverkehrsunternehmen, das im Stückgutbereich noch einen derartigen 24-Stunden-Service auf der Schiene anbietet. Damit dieser Service weiterhin angeboten werden kann, müssen jene Fahrten reduziert werden, die weniger als 50 % Kostendeckung bringen.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister sorgt der ÖBB-Konzern österreichweit für die umweltfreundliche Beförderung von Personen und Gütern. Mit rund 42.000 MitarbeiterInnen und Gesamterträgen von 5,8 Mrd. EUR ist der ÖBB-Konzern ein wirtschaftlicher Impulsgeber des Landes. Im Jahr 2008 wurden von den ÖBB 456 Mio. Fahrgäste und 98,5 Mio. Tonnen Güter transportiert. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

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