GMTN-Michlmayr: Unternehmen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen

Alle Betriebe müssen zur Lehrlinsausbildung beitragen

Wien (GMTN/GdC/ÖGB) - "Die derzeitige Strategie vieler Unternehmen ist ebenso offensichtlich wie kurzsichtig: Die Lehrausbildung sollen andere übernehmen - wir holen uns dann die fertigen FacharbeiterInnen. Dafür werden wir kein Verständnis aufbringen", sagte Jürgen Michlmayr, designierter Jugendvorsitzender der künftigen Gewerkschaft PRO-GE auf der gemeinsamen Bundesjugendkonferenz der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) und der Gewerkschaft der Chemiearbeiter (GdC) am 3. Oktober 2009. "Betriebe, die keine Lehrlinge ausbilden, müssen in die Pflicht genommen werden und zur Finanzierung der Ausbildung beitragen", forderte Michlmayr angesichts des Rückgangs an betrieblichen Lehrstellen.++++

In den Sparten Gewerbe und Industrie waren laut dem ehemaligen Lehrlingsbeauftragten der Bundesregierung, Egon Blum, Ende August nur 17.295 Lehrlinge im ersten Lehrjahr zu verzeichnen, um 3.387 weniger als im Vorjahr. Besonders in der Sparte Industrie ist der Rückgang mit einem Minus von fast 40 Prozent dramatisch. "Jene Unternehmen, die jetzt nicht ausbilden, werden bei besserer Konjunktur wieder am lautesten über den FacharbeiteInnnenmangel jammern. Das Spiel ist nicht neu und schon jetzt absehbar", kritisierte Michlmayr.

"Wir begrüßen, dass die Regierung und die überbetrieblichen Ausbildungszentren einspringen. Die betriebliche Ausbildung steht aber für uns immer noch im Vordergrund", sagte der jetzige GMTN- und künftige PRO-GE Jugendvorsitzende. Die Krise könne als Ausrede nicht akzeptiert werden. "Bestens ausgebildete Fachkräfte sind von entscheidender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort Österreich -Krise oder nicht."

"Von qualitativ hochwertiger Ausbildung profitieren alle - daher müssen auch alle einen Beitrag dafür leisten", forderte Michlmayr mehr Fairness. "Die Unternehmen dürfen hier nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Daher muss bei der Lehrlingsförderung für einen Ausgleich gesorgt werden. Wer schon nicht ausbildet, soll wenigstens bei der Finanzierung mitzahlen."

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