Industrie begrüßt irisches "Ja" zum Lissabon-Vertrag

IV-Präsident Sorger: Reform bringt effizientere und demokratischere EU - Taktische Polit-Spiele in Tschechische Republik beenden - Vorraussetzung für Erweiterung gegeben

Wien (OTS) - Wien (PdI) Die Industrie begrüßt den positiven Ausgang des Referendums in Irland zum Lissabon-Vertrag ausdrücklich. "Der 2. Oktober 2009 war ein ausgesprochen guter Tag für Europa", so der Präsident der Industriellenvereinigung (IV) Dr. Veit Sorger heute, Samstag. "Die irische Bevölkerung leistet damit einen wesentlichen Beitrag zum Zustandekommen des neuen Vertrags, der die Europäische Union effizienter, schlagkräftiger und demokratischer machen wird." Für die österreichische und europäische Wirtschaft sei von großer Bedeutung, dass die EU nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch stark und mit einer Stimme sprechend auf der Weltbühne auftrete. "Ein starkes Europa ist gut für Österreich und unsere Stimme in der Welt, die EU ist und bleibt unsere Zukunft." Im Sinne der Solidarität und Fairness sollten daher auch die "taktischen Polit-Spiele" in der Tschechischen Republik rasch beendet werden, um die Ratifizierung des Vertrages nicht weiter zu verzögern.

Mit dem Lissabon-Vertrag werde es dank der "transparenteren und effizienteren Spielregeln" besser gelingen, die politischen und wirtschaftlichen Interessen Europas, der Bürgerinnen und Bürger sowie der Unternehmen im Zeitalter der Globalisierung stark zu vertreten, betonte der IV-Präsident. Europa müsse sich in den nächste Jahren und Jahrzehnten sehr anstrengen, um nicht gegenüber den aufstrebenden Schwellenländern wie China und Indien, dem rohstoffreichen Russland aber auch gegenüber den sicher sehr rasch wieder erstarkten USA politisch an Gewicht zu verlieren und wirtschaftlich ins Hintertreffen zu geraten. "Es gibt keinerlei Garantie, dass Europa in den nächsten Jahrzehnten nicht in die zweite oder dritte Liga im Weltgeschehen abrutscht. Wir können dies nur aus eigener Kraft verhindern, indem wir uns in Europa auf unsere Stärken besinnen und unsere Schwächen beseitigen", so Sorger. "Der Lissabon-Vertrag schafft auch die Vorraussetzung dafür, dass die EU um Kroatien und die Westbalkanländer erweitert werden kann, was seitens der österreichischen Industrie sehr begrüßt wird", sagte der IV-Präsident.

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