• 03.10.2009, 14:23:17
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VSStÖ: Studiengebühren nicht wieder einführen!

Studiengebühren sind nie fair

Wien (SK) - Der Verband Sozialistischer StudentInnen (VSStÖ)
spricht sich gegen Minister Hahns Studiengebühren-Vorstoß aus. Die
Wiedereinführung der Studiengebühren wäre "eine bildungspolitische
Katastrophe", mahnt Sophie Wollner, Bundesvorsitzende des VSStÖ, in
Richtung Bundesregierung. "Als die Studiengebühren im Wintersemester
2001 eingeführt wurden, haben 45.000 Studierende ihr Studium
abgebrochen. Bei der niedrigen AkademikerInnenquote, die Österreich
vorzuweisen hat, ist es fatal, Studierende von der Uni zu drängen."

Mit der Einführung der Studiengebühren 2001 hat sich auch die
soziale Durchmischung der Studierenden verringert. "Die Erhebung zur
sozialen Lage der Studierenden hat damals bewiesen, dass
Studiengebühren eine Barriere für StudienanfängerInnen aus
bildungsfernen Schichten darstellen und diese von der Uni
fernhalten," so Sophie Wollner.

"Studiengebühren können niemals fair sein. Sie stellen eine
massive finanzielle Belastung zu Beginn jedes Semester dar. Besonders
für die knapp 60 Prozent der Studierenden, die permanent berufstätig
sind um sich ihr Studium leisten zu können, sind Studiengebühren
oftmals der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt und
Studierende zum Studienabbruch zwingt. In dieser Gruppe können auch
Stipendien nicht greifen, da die Studierenden schnell über die
Zuverdienstgrenzen kommen ," plädiert Wollner für den freien
Hochschulzugang.

Der VSStÖ schlägt Minister Hahn vor, die Studiengebühren nicht
wieder einzuführen, sondern komplett abzuschaffen und trotzdem die
Stipendien zu erhöhen. "Auf den meisten Fachhochschulen zahlen
Studierende immer noch Studiengebühren, die Rektoren beklagen sich
wegen des hohen Verwaltungsaufwands der momentanen Regelung und viele
Studierende rutschen aus den Befreiungsgründen hinaus. Wenn der
Finanzminister gerade wirklich bereit ist so viel Geld in die
Universitäten zu stecken, wie Hahn es andeutet, warum nicht gleich
alle von Studiengebühren befreien und die Stipendien erhöhen? Das
wäre ein großer Schritt in Richtung faires Bildungssystem," so Sophie
Wollner abschließend. (Schluss) mx

Rückfragehinweis:
Rückfragehinweis:
Stefanie Grubich, VSStÖ Pressesprecherin, Tel.: 0676/385 88 13

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