Industrie: Mehr Gewicht auf Integration und Migration - Eigenes Staatssekretariat überlegenswert

IV-Wien Präsident Kapsch: Anstrengungen in der Integrations- und Migrationspolitik verstärken

Wien (OTS) - Die Industriellenvereinigung nimmt die aktuelle
Debatte um ein Integrationsstaatssekretariat zum Anlass, ihre Positionen zu Integration und Zuwanderung zu betonen: "Erfolgreiche Integration ist unverzichtbar für sozialen Zusammenhalt und wirtschaftliche Dynamik und bedarf als Querschnittmaterie einer klaren politischen und bereichsübergreifenden Verantwortung und Steuerung" so IV-Wien Präsident Mag. Georg Kapsch. Ziel von Integration müsse gegenseitige Akzeptanz und Chancengleichheit sein. "Nur wenn Personen zufriedenstellende berufliche, private und gesellschaftliche Perspektiven haben, können wir mit gelingender Integration rechnen."

Die IV betont aber auch die Wichtigkeit des Zuwanderungsthemas für den Standort und die Gesellschaft. "Sowohl aus gesellschaftspolitischen Gründen, wenn man etwa an die demographische Entwicklung denkt, wie auch aus wirtschaftlichen Gründen braucht Österreich eine angemessene Zuwanderung. Wir müssen aus der Vergangenheit lernen und statt einer defensiven, eine proaktive Fremdenpolitik verfolgen" so Kapsch. Nur wenn heute ein umfassendes Konzept für qualifizierte Zuwanderung erstellt wird und umgehend an den entsprechenden Zielen gearbeitet wird, stehen wir morgen nicht vor dem Problem weiterer zahlreicher nicht integrierter Menschen mit Migrationshintergrund.

Die Industriellenvereinigung plädiert schon länger dafür, die Nahtstellen der Themen Migration und Integration zu beachten. "Deshalb ist es wichtig, dass sich eine Koordinierungsstelle um beide Schwerpunkte kümmert, um Integration und Zuwanderung", so Georg Kapsch. Auch die Tatsache, dass Migration und Integration in Österreich immer als Problem und nicht als Chance wahrgenommen werden, zeigt die Notwendigkeit einer eigenen politischen Steuerungsinstanz. Für die Industrie ist ein Staatssekretariat mit ausreichenden Kompetenzen ein überlegenswerter Zugang, der auch schon seit längerem in die Diskussion eingebracht wurde.

Aus Sicht der Industriellenvereinigung ist entscheidend, dass es neben einer funktionierenden Koordinierung vor allem ein politisches Bekenntnis zu Zuwanderung und Integration in Österreich gibt, dafür braucht es noch viel Bewusstseinsbildung. "Österreich braucht mittel-und langfristig einen Paradigmenwechsel für eine positive Fremdenpolitik. Dazu brauchen wir alle, denen die Zukunft des Landes ein Anliegen ist. Das ist an die Adresse der Politik ebenso wie an die Arbeitnehmerseite gerichtet", betonte der IV-Wien Präsident.

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