BZÖ-Bucher verlangt "Zinsklau-Stopp" bei Kontoüberziehungen

Banken kassieren offenbar ungerechtfertigtes Körberlgeld von über 100 Millionen Euro

Wien (OTS) - BZÖ-Chef Klubobmann Abg. Josef Bucher kritisierte heute die viel zu hohen Kontoüberziehungszinsen der heimischen Banken. Durchschnittlich acht Prozent, maximal bis zu 13 Prozent, verlangen die heimischen Banken nämlich, wenn das Konto über den vereinbarten Überziehungsrahmen hinaus strapaziert wird. Die heimischen Banken erhalten ihr Geld von der Europäischen Zentralbank und zahlen dafür aber weniger als ein Prozent Zinsen. "Weil die Banken Zinssenkungen bei den Überziehungskrediten einfach nicht weitergeben, verdienen sie Millionen Euro extra. Hier kassieren die Banken die Konsumenten eiskalt ab und holen sich ein ungerechtfertigtes Körberlgeld. Das BZÖ verlangt daher einen "Zinsklau-Stopp" bei Kontoüberziehungen", so Bucher.

In Deutschland haben Berechnungen der Verbraucherzentrale Bremen bewiesen, dass Banken und Sparkassen unter der Annahme, dass die Banken im Schnitt zwei Prozent zu hohe Dispo-Zinsen berechnen, allein von Januar bis Juli 2009 bei neuen Dispo-Krediten 521,4 Mio. Euro zu viel kassiert haben, also allein im Jahr 2009 mit ungerechtfertigten Zinszahlungen von über einer Milliarde Euro gerechnet werden muss. "In Österreich fehlen hier leider derartige Zahlen, wenn man aber Österreich in Relation zu Deutschland nimmt, dann werden hierzulande den Konsumenten von den Banken 2009 über 100 Millionen Euro zu Unrecht verrechnet", so Bucher.

Das BZÖ fordert eine sofortige gemeinsame Initiative von Wirtschafts-und Konsumentenschutzministerium. "Zuerst müssen konkrete Zahlen auf den Tisch, dann muss gehandelt werden. Es kann nicht sein, dass die Österreicher wieder einmal die Spekulationsverluste der Banken über überteuerte Zinsen ausgleichen müssen", so Bucher, der sich hier einen gesetzlich geregelten Maximalzins bei Überziehungszinsen vorstellen. Ebenfalls könne man "zinswuchernden Banken" in Zukunft Staatshilfen verweigern.

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