Schicksal ist zumutbar

Ungleichheit kann ungerecht, aber Gleichheit muss keineswegs gerecht sein.

Wien (OTS) - Gleichheit setzt Vergleichbarkeit voraus, also objektive Messbarkeit. Doch der Mensch, das Leben ist subjektiv. Wie soll es da echte Gleichberechtigung geben? Eher gäbe es schon etwas wie "Rollengerechtigkeit", also eine möglichst gerechte Rollenverteilung. Ein Elefant ist keine Eintagsfliege.

Gleichheit bringt per se ohnedies weit weniger unmittelbar spürbaren Nutzen als etwa Freiheit oder Sicherheit. "Gleichheit" ist andererseits oft Vorwand zur Umverteilung von Steuergeldern (und von teils fiktiven "Rechten auf...") - zur Wählerstimmenmaximierung. Letztlich geht es dabei auch um eine Umverteilung der Macht vom Volk zum Staat. (Wenn es um umfassende Gerechtigkeit ginge, dürfte man ja nicht nur beim Geld umverteilen: Intelligenz, Schönheit, Gesundheit -aber auch "Glück", sind schließlich ebenfalls ungleich verteilt.)

Der Staat sollte den Bürgern vor allem helfen, sich aus diversen Abhängigkeiten zu befreien. Doch die Abhängigkeit beruht leider auf Gegenseitigkeit: Parteien, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien sind selbst wieder von der Abhängigkeit der anderen abhängig.

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