Zukunftsforum Soziales I: ÖAAB-Obmann Spindelegger eröffnet das „Zukunftsforum Soziales“ unter dem Motto „Werte-Wandel und die Zukunft der Arbeit“

CDU-Ministerpräsident Rüttgers: Soziale Marktwirtschaft ist die einzig richtige Antwort in der Krise

Wien, 02. Oktober 2009 (OTS) „Wir wollen dieses ‚Zukunftsforum Soziales’ als eine Institution begründen, um die neuen Themen, die für eine Arbeitnehmerpolitik nach der Krise schlagend werden, integrieren zu können. Ich wünsche mir, dass der ÖAAB ein Kreativzentrum wird und das heute aus der Taufe gehobene ‚Zukunftsforum Soziales’ die Ideenwerkstatt dazu bildet. Die jährliche Veranstaltung wird wichtige Neuerungen für die Zukunft der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen bringen“, so ÖAAB-Obmann Außenminister Dr. Michael Spindelegger bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem deutschen Ministerpräsidenten von Nordrhein- Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, zur Eröffnung des „Zukunftsforum Soziales“ im Raiffeisenforum Wien. Für den ÖAAB-Obmann war es auch eine ganz besondere Ehre, den deutschen Ministerpräsident als „Taufpaten“ des Forums begrüßen zu dürfen. ****

Folgende Themen werden heute in drei Arbeitskreisen erörtert, um eine „Partnerschaft auf Augenhöhe“ zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter zu etablieren:

Arbeitskreis 1: „Neue Werte in der Unternehmenskultur“:
Spindelegger betont dazu, dass es wichtig sei Erfolgsgeld
steuerlich zu begünstigen, „damit die Mitarbeiter auch unmittelbar am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden“.

Arbeitskreis 2: „Veränderung der Beschäftigungsformen“:
„Atypische Beschäftigungsverhältnisse schreiten stark voran, was bedeutet, weder Unternehmer noch Mitarbeiter zu sein, was langfristig gefährliche Auswirkungen hat, da zu wenig sozialrechtliche Absicherung gewährleistet ist. Wir werden Antworten auf diese Fragen entwickeln.“

Arbeitskreis 3: „Zeitwertkonto – mehr Flexibilität für Arbeitnehmer“: In Österreich gibt es pro Jahr 300 Millionen Überstunden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit einem „Zeitwertkonto“ soll für Arbeitnehmer die Möglichkeit geschaffen werden, diese Überstunden anzusparen und später flexibel – z.B. für Weiterbildung, familiäre Bedürfnisse oder auch einen vorzeitigen Pensionsantritt nützen zu können. Das angesparte Guthaben kann aber auch beispielsweise in Form einer Zusatzpension ausbezahlt werden.

CDU-Ministerpräsident Rüttgers betont zur Eröffnung des „Zukunftsforum Soziales“: „Soziale Marktwirtschaft ist die einzig richtige Antwort in der Krise - eine Antwort der Mitte, die nicht auf den ungezügelten Markt setzt, sondern versucht, wirtschaftliche Vernunft und soziale Gerechtigkeit nicht als Gegensätze zu verstehen sondern als zwei Seiten einer Medaille. Es ist wichtig
und richtig, dass Unternehmen Gewinne machen und Leistung sich lohnt.“ Rüttgers betont abschließend: „Ein Unternehmen ist erst dann erfolgreich, wenn es eine soziale Partnerschaft gibt und die Unternehmensleitung zusammen mit den Angestellten für ein gemeinsames Ziel kämpft. Das ist die Vision einer freien Marktwirtschaft, die sich mit einem solidarischen Sozialstaat verbindet.“

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