Haberzettl: Hauptverantwortung für Krankendaten-Speicherung liegt bei ÖBB-Geschäftsführer Nigl

Vorstellbar, dass Nigl Boni für die Datensammlung erhielt

Wien (OTS/SK) - "Die Anschuldigungen von ÖBB-Geschäftsführer Nigl, die gesamte Führungsetage hätte die Speicherung der Krankendaten sogar aktiv unterstützt, sind schlichtweg falsch", betonte SPÖ-Nationalratsabgeordneter und ÖBB-Betriebsratsvorsitzender Wilhelm Haberzettl am Freitag im Ö1-Mittagsjournal. Haberzettl stellte fest, dass die Hauptverantwortung beim früheren Personalchef Franz Nigl liege. Er habe die Menschenrechte mit Füßen getreten. "Er kann aus der Verantwortung nicht entlassen werden, da er in allen Tochtergesellschaften für Personalfragen die Prokura hatte. Dieser Mann ist mitverantwortlich für das, was geschehen ist", bekräftigte Haberzettl. ****

Haberzettl wies den Vorwurf, er habe Datenblätter mit Krankendaten selbst unterschrieben, ab: "Die von mir unterschriebenen Datenblätter enthielten lediglich die Anzahl der Krankenstandstage. Niemals medizinische Diagnosen oder andere sensible Daten." Nigl habe bereits 2008 die Anweisung vom Aufsichtsrat bekommen, die illegale Datensammlung zu unterlassen - was er aber nicht getan hat. Vorstellbar sei für Haberzettl auch, dass Nigl Boni für die Speicherung der Krankendaten erhielt: "Es stellt sich die Frage, welcher Anteil seiner Boni auf diesen Tatbestand zurückzuführen ist." Das zu ermitteln sei Aufgabe der Staatsanwaltschaft. Auch eine ÖBB-interne Untersuchungskommission arbeitet an der Aufklärung des Falles. (Schluss) bj

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