Glaser: Österreichs Entwicklungshilfe-Strukturen haben sich bewährt

Rechnungshof-Anregungen teilweise schon umgesetzt

Wien (ÖVP-PK) - "Die Einrichtung der Austrian Development Agency (ADA) als Abwicklungsstelle für die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) des Bundes hat sich grundsätzlich bewährt. Das ist bei Evaluierungen von verschiedenen Institutionen immer wieder bestätigt worden. Ebenso klar ist auch, dass sich die Abwicklung der EZA den sich ändernden Rahmenbedingungen stets anpassen muss. Sowohl ADA als auch Außenministerium sind bemüht, diesen Anpassungsprozess professionell zu vollziehen. Daher sind auch Anregungen, die der Rechnungshof im Bericht über die österreichische EZA gegeben hat, teilweise schon umgesetzt oder in Planung." Darauf wies ÖVP-Abg. Franz Glaser, ÖVP-Sprecher für Entwicklungszusammenarbeit, heute, Freitag, hin. ****

Dass die öffentlichen Ausgaben langfristig angehoben werden müssen, ist für ihn unbestritten. Glaser: "Es war schon schwer genug, in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein Gleichbleiben der Budgetmittel für die EZA zu erreichen und eine Senkung zu verhindern. Der Personalstand der ADA ist jedenfalls darauf vorbereitet, eine zukünftige Erhöhung von Budgetmitteln entsprechend gut abzuwickeln."

Die EZA im Allgemeinen habe immer wieder mit dem Problem der mangelnden Akzeptanz in der Bevölkerung zu kämpfen. Oft seien es gerade kleine regionale Projekte von österreichischen Vereinen oder Pfarren, die zur Bewusstseinsbildung beitragen. Die Kritik des Rechnungshofs an der Förderung kleiner Projekte kann Glaser daher nicht nachvollziehen. "Ehrenamtliches Engagement in kleinem Maßstab kann für die Bewusstseinsbildung und für die Akzeptanz in unseren Partnerländern oft mehr bringen als die Abwicklung großer öffentlicher Förderprojekte", ist Glaser überzeugt.

Auch die Anmerkung des Rechnungshofs, dass die ADA-Koordinationsbüros möglichst in der Österreich-Botschaft des jeweiligen Landes angesiedelt sein sollen, ist für ihn nicht unbedingt stichhaltig. "Die ADA-Außenstelle soll effizienterweise dort eingerichtet sein, wo der Schwerpunkt der österreichischen EZA liegt. Das kann in einem Fall die Hauptstadt, in einem anderen Fall auch eine andere Region des Partnerlandes sein", sagte Glaser.

Entwicklungszusammenarbeit nützt beiden Seiten

"Gute Entwicklungszusammenarbeit ist nicht nur Hilfe zur Selbsthilfe in den Partnerländern, sondern liegt auch im beiderseitigen Interesse. Eigenständige Entwicklung schafft den Menschen neue Lebensperspektiven und senkt den Migrationsdruck. Niemand verlässt seine Heimat gerne", stellte Glaser fest.

Auch können die Beziehungen, die Österreich über die EZA knüpft, in neuen wirtschaftlichen Möglichkeiten münden. "Das Beispiel unseres derzeitigen Schwerpunkt-Partnerlandes Bhutan zeigt, dass aus einer erfolgreichen Entwicklungszusammenarbeit eine konstruktive wirtschaftliche Partnerschaft werden kann. Im Tourismus und in der Energieerzeugung hat diese Kooperation eine Perspektive, die in beiden Staaten langfristig Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen kann", so Glaser abschließend.
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