- 02.10.2009, 11:47:59
- /
- OTS0158 OTW0158
Milch für Bundesheer: Breite Produktpalette, kein Zwang zu deutscher Milch
Wien (OTS) - Bayrische Molkerei bezieht wesentlichen Anteil ihrer
Milch von österreichischen Bauern. Die Abnehmer können aus einer
breiten Palette an Produkten wählen, die ausschließlich aus
hei-mischer Milch erzeugt wurden.
Die Bundesbeschaffung, die als Einkaufsdienstleister der
öffentlichen Hand auch für die Ausschreibung von Lebensmitteln
zuständig ist, ist sich der Sensibilität der Debatte rund um die
Lieferung von Milchprodukten für das österreichische Bundesheer
bewusst. Als verge-bende Stelle erlauben wir uns deshalb, auf
folgende Fakten hinzuweisen: Die bayrische Mol-kerei Innstolz, die
den Zuschlag für die Belieferung der oberösterreichischen Kasernen
ge-wonnen hat, bezieht einen wesentlichen Anteil ihrer Milch aus
Österreich, im oberösterreichi-schen Lembach führt sie sogar eine
eigene Biomolkerei. "Es wurde eine breite Produktpalette
zugeschlagen, sodass niemand gezwungen ist, deutsche Milch zu kaufen,
es stehen überall auch österreichische Alternativprodukte zur
Verfügung", so BBG-Sprecher Florian Unterberger. Für das Bundesland
Salzburg ging der Zuschlag komplett an ein heimisches Unternehmen.
Ohne Angebot kein Zuschlag
Im Vorfeld der Ausschreibung wurden von der Bundesbeschaffung
intensive Gespräche mit der österreichischen Milchwirtschaft geführt,
in denen die derzeit besonders sensible Lage der österreichischen
Bauern diskutiert wurde. Es herrschte Konsens, dass die europäische
und nationale Rechtslage keinerlei Handhabe enthält, um ausländische
Bieter an der Ange-botslegung zu hindern. Insbesondere die Zerteilung
einer Ausschreibung, um dem Vergabe-recht zu entgehen, wäre eindeutig
gesetzeswidrig. Zudem gehört gerade die österreichische
Milchwirtschaft zu den größten Gewinnern des freien Marktes - sie
exportiert dreimal mehr Milch nach Deutschland, als von deutschen
Betrieben nach Österreich geliefert wird.
Zum Bedauern der BBG legte trotz intensiver Bewerbung der
Ausschreibung keine einzige oberösterreichische Molkerei ein Angebot.
Kern der BBG-Strategie zum Thema Regionalität ist es, Möglichkeiten
zu schaffen, um an einem fairen Wettbewerb teilnehmen zu können.
"Aber die heimischen Unternehmen sind gefordert, bei Ausschreibungen
auch ein Angebot zu legen. Wenn man nicht anbietet, darf man sich
nicht wundern, wenn man keinen Zuschlag bekommt", so Unterberger.
Dass sich die oberösterreichischen Molkereien der Ausschrei-bung
verweigert haben, ist vor allem deshalb verwunderlich, weil fast 98
Prozent der BBG-Vertragspartner heimische Firmen sind.
Rückfragehinweis:
Florian Unterberger Bundesbeschaffungsgesellschaft Lassallestraße 9b, 1020 Wien Tel.: 0664/840 34 36 mailto:florian.unterberger@bbg.gv.at www.bbg.gv.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NEF






