Bauernbund verurteilt Milch-Skandal beim Bundesheer

Grillitsch: Gipfelgespräch der IG Milch bei Faymann war völlig für die Katz

Wien (OTS) - "Bundesminister Norbert Darabos soll auf heimische Produkte setzen und sich nicht an der Bundesbeschaffungsagentur abputzen", kritisiert Bauernbund-Präsident Fritz Grillitsch den SP-Minister scharf. Medienberichten zufolge kaufen seit Donnerstag Bundesheer-Einheiten aus Salzburg und Linz Molkereiprodukte in Deutschland ein. Die demonstrative Zerknirschung, die Darabos nach Aufdeckung des Skandals gegenüber der Gratiszeitung "Heute" an den Tag legt, sei "reiner Zynismus und kontraproduktiv, wenn die Milchpreise am Boden liegen", versteht der Bauernbund-Präsident die Welt nicht mehr. Bei Ausschreibungen dieser Größenordnungen müssten auch Aspekte regionaler Arbeitsplatzsicherheit, der Umweltschutz oder die Versorgungssicherheit berücksichtigt werden, unterstreicht Grillitsch.

Dass das österreichische Bundesheer ins deutsche Milchregal greift und deutsche Milchprodukte wie Milch, Käse, Joghurt für seine Rekruten einkauft, "zeigt einzig die Ignoranz gegenüber den heimischen Bauern und deren schwieriger Situation. Zudem wird deutlich, wohin der Milchgipfel von Vertretern der IG Milch bei Bundeskanzler Werner Faymann führt - leider zu gar nichts", so Grillitsch. Faymann und sein Verteidigungsminister würden, wie sich jetzt zeige, das Österreich-Bewusstsein offenbar mit Füßen treten. "Milchgipfel und Faymann - das ist ein Widerspruch in sich", kritisiert der Bauernbund-Präsident.

Mit den Einkäufen im bayerischen Ausland sei überdeutlich geworden, dass sich die heimischen Milchbauern in ihrem Existenzkampf von der SPÖ keinerlei Unterstützung zu erwarten brauchen. "Der Bauernbund setzt indes voll auf Konsumpatriotismus: Ob der Kauf eines Produkts Arbeitsplätze sichert oder zerstört soll durch die Kennzeichnung auf der Packung sichtbar werden", konzentriert Grillitsch alle Bemühungen dahingehend, patriotisches Einkaufen und Standortsicherung in den Köpfen der Konsumenten zu verankern. (Schluss)

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