• 02.10.2009, 10:31:09
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FPÖ-Hofer/Belakowitsch-Jenewein: Alarmierende Studie zu PET-Flaschen

Rückkehr zur guten alten Glasflasche scheint geboten - Förderung für Mehrwegsysteme ist zu überlegen

Wien (OTS) - "Lange wurde nur vermutet, was Experten der
Frankfurter Goethe-Universität vor kurzem tatsächlich gefunden haben:
hormonähnliche Substanzen in Mineralwässern und Limonaden, die in PET
(Polyethylentherephthalat)-Flaschen abgefüllt wurden", so heute der
freiheitliche Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer. "Diese Substanzen
ähneln menschlichen Hormonen nicht nur, sie rufen im Körper des
Konsumenten zwangsläufig auch entsprechende - unerwünschte -
Wirkungen hervor."

In 12 von 20 untersuchten Mineralwässern sei erhöhte Hormonaktivität
nachgewiesen worden, so Hofer. Von den Forschern sei deshalb gar der
Vergleich mit Kläranlagenabwasser gezogen worden. "Das klingt wenig
appetitanregend und ist durchaus brisant", folgert
FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein.
"Die Substanzen werden, unabhängig von Lagerungsdauer und
Lagerbedingungen, aus dem Kunststoff ausgewaschen und gelangen in die
abgefüllten Getränke. Dass die genaue Ursachenforschung noch einige
Zeit dauern wird, liegt daran, dass die Hersteller der
Kunststoffflaschen bislang jede Stellungnahme zu deren
Zusammensetzung verweigerten."

"Die Umweltproblematik liegt auf der Hand", betont Norbert Hofer.
"Nicht nur, weil bereits ganze Kontinente von Plastikmüll - an denen
PET-Flaschen einen wesentlichen Anteil haben - auf unseren Ozeanen
treiben. PET-Flaschen leisten als Einwegerzeugnisse auch einen
massiven Beitrag zu wachsenden Müllbergen an Land. Darüber hinaus ist
ihre Herstellung blanke Ressourcenvergeudung, da sie, auf
petrochemischer Basis hergestellt, Erdölprodukte sind. Die Umwelt
bezahlt somit einen hohen Preis für die niedrigeren Produktions- und
Transportkosten der Hersteller."

Auch die möglichen gesundheitlichen Folgen würden in den Ergebnissen
des Forschungsprojekts als gravierend dargestellt, betont
Belakowitsch-Jenewein. Immerhin sei von Prostatavergrößerung,
abnormem Brustwachstum, Stoffwechselerkrankungen und einer Häufung
von Diabetes Typ 1 und 2 die Rede. "Wir werden den Auswirkungen
dieser alarmierenden Untersuchungsergebnisse auf Österreichs
Getränkemarkt mit einer Anfrage an den Gesundheitsminister auf den
Grund gehen", meint Belakowitsch-Jenewein und hält abschließend fest:
"Leichtglasflaschen wären eine unbedenkliche Alternative zu den
umstrittenen PET-Flaschen. Wenn die Hersteller aber alle nun belegten
Bedenken ignorieren, muss eine deutliche politische Willensbekundung
Abhilfe schaffen."

Rückfragehinweis:
FPÖ

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