FPÖ-Hofer/Belakowitsch-Jenewein: Alarmierende Studie zu PET-Flaschen

Rückkehr zur guten alten Glasflasche scheint geboten - Förderung für Mehrwegsysteme ist zu überlegen

Wien (OTS) - "Lange wurde nur vermutet, was Experten der
Frankfurter Goethe-Universität vor kurzem tatsächlich gefunden haben:
hormonähnliche Substanzen in Mineralwässern und Limonaden, die in PET (Polyethylentherephthalat)-Flaschen abgefüllt wurden", so heute der freiheitliche Umweltsprecher NAbg. Norbert Hofer. "Diese Substanzen ähneln menschlichen Hormonen nicht nur, sie rufen im Körper des Konsumenten zwangsläufig auch entsprechende - unerwünschte -Wirkungen hervor."

In 12 von 20 untersuchten Mineralwässern sei erhöhte Hormonaktivität nachgewiesen worden, so Hofer. Von den Forschern sei deshalb gar der Vergleich mit Kläranlagenabwasser gezogen worden. "Das klingt wenig appetitanregend und ist durchaus brisant", folgert FPÖ-Gesundheitssprecherin NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein. "Die Substanzen werden, unabhängig von Lagerungsdauer und Lagerbedingungen, aus dem Kunststoff ausgewaschen und gelangen in die abgefüllten Getränke. Dass die genaue Ursachenforschung noch einige Zeit dauern wird, liegt daran, dass die Hersteller der Kunststoffflaschen bislang jede Stellungnahme zu deren Zusammensetzung verweigerten."

"Die Umweltproblematik liegt auf der Hand", betont Norbert Hofer. "Nicht nur, weil bereits ganze Kontinente von Plastikmüll - an denen PET-Flaschen einen wesentlichen Anteil haben - auf unseren Ozeanen treiben. PET-Flaschen leisten als Einwegerzeugnisse auch einen massiven Beitrag zu wachsenden Müllbergen an Land. Darüber hinaus ist ihre Herstellung blanke Ressourcenvergeudung, da sie, auf petrochemischer Basis hergestellt, Erdölprodukte sind. Die Umwelt bezahlt somit einen hohen Preis für die niedrigeren Produktions- und Transportkosten der Hersteller."

Auch die möglichen gesundheitlichen Folgen würden in den Ergebnissen des Forschungsprojekts als gravierend dargestellt, betont Belakowitsch-Jenewein. Immerhin sei von Prostatavergrößerung, abnormem Brustwachstum, Stoffwechselerkrankungen und einer Häufung von Diabetes Typ 1 und 2 die Rede. "Wir werden den Auswirkungen dieser alarmierenden Untersuchungsergebnisse auf Österreichs Getränkemarkt mit einer Anfrage an den Gesundheitsminister auf den Grund gehen", meint Belakowitsch-Jenewein und hält abschließend fest:
"Leichtglasflaschen wären eine unbedenkliche Alternative zu den umstrittenen PET-Flaschen. Wenn die Hersteller aber alle nun belegten Bedenken ignorieren, muss eine deutliche politische Willensbekundung Abhilfe schaffen."

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