Die Insolvenzstatistik für das 3. Quartal 2009/Kritik am Insolvenzrechtsänderungsgesetz

Die Wirtschaftskrise ist sicherlich noch nicht vorbei - Entspannung bei den Insolvenzen erst Mitte 2010

Wien (OTS) - Im Rahmen der AKV EUROPA Pressekonferenz berichtete
der Gläubigerschutzverband über die Insolvenzstatistik und die wesentlichen Kritikpunkte am neuen Insolvenzrechtsänderungsgesetz.

Die Wirtschaftsimpulse der Regierung sind in den Unternehmen in Österreich angekommen! Die Wirtschaftskrise ist sicherlich noch nicht vorbei und viele Unternehmen in Österreich spüren weiterhin die Wirtschaftskrise und einige Unternehmen kämpfen ums Überleben. Herr Peter Lohberger vom AKV EUROPA rechnet damit, dass im Herbst österreichweit sich zwar der bisherige Trend fortsetzen wird, d.h. es wird auch in den nächsten Monaten mit einem Rückgang der Insolvenzen nicht zu rechnen sein. Die gute Meldung ist, dass die österreichischen (wie weltweiten) Konjunkturpakete und die letzten vorgezogenen Steuerreformen wirken und der Anstieg der Insolvenzen geringer ist als prognostiziert. Für Österreich wurde ursprünglich insgesamt ein Plus von 12% - 15% prognostiziert. Österreichweit sind im Vergleich zum Vorjahr die Unternehmensinsolvenzen um +7,6% gestiegen, die Privatinsolvenzen um +4,9% gestiegen und die Insolvenzen insgesamt daher um "nur" +5,9% gestiegen.

Insgesamt waren bis jetzt ca. 24.300 Dienstnehmer von den Unternehmensinsolvenzen betroffenen (Plus von +29,3%) . Die Gesamtsumme der geschätzten Passiva hat sich um +28,3% auf 3,88 Mrd Euro erhöht. Vor allem in OÖ mit +16,4% und Salzburg mit +13,1% war der Insolvenzanstieg signifikant höher als im Rest von Österreich. Peter Lohberger geht davon aus, dass nach der Landtagswahl in OÖ noch weitere Insolvenzen zu befürchten sind. In Wien gab es mit 4.311 Fällen absolut betrachtet die meisten Insolvenzen. Peter Lohberger rechnet nicht vor dem Sommer 2010 mit einem spürbaren Rückgang im Bereich der Insolvenzen. Die österreichische Wirtschaft hat zwar die Talsohle schon erreicht, jedoch noch nicht durchschritten. Bis Ende des Jahres 2009 geht Lohberger jedoch noch insgesamt von einem Plus von ca. +7% aus (Unternehmensinsolvenzen ca. +8%/Privatinsolvenzen ca. +6%) und rechnet noch mit 2-3 Großinsolvenzen bis Ende des Jahres.

Herr Alois Schönfeld vom AKV EUROPA sprach sich im Bezug auf das neue Insolvenzrechtsänderungsgesetz mit allem möglichen Nachdruck für die Beibehaltung der 3/4 Summenmehrheit, sowie die für die Erhaltung eines über 2 Jahre hinaus gehenden Erfüllungszeitraums und für die die Mindestquote übersteigenden Quotenteile aus. Außerdem sollte auch die Zulässigkeit der Vereinbarung des absoluten Wiederauflebens beibehalten werden.

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