LK NÖ startet Imagekampagne für die Landwirtschaft

Leistungen werden für Konsumenten sichtbar gemacht

St. Pölten (OTS) - Ein österreichischer Landwirt ernährt heute über 80 Personen mit den sichersten Lebensmitteln Europas. Die gepflegte Landschaft und die bäuerlichen Bräuche sind ein wichtiger Eckpfeiler des Tourismus und die bäuerliche Energieproduktion ein wesentlicher Faktor für die Versorgungssicherheit. Aufbauend auf diesen Aspekten startet die Landwirtschaftskammer Niederösterreich Mitte Oktober eine breit angelegte Kampagne, um den Stellenwert des Agrarsektors für die Gesellschaft aufzuzeigen. Bis Mitte November werden mit drei Sujets auf Plakaten und Inseraten die Leistungen der Bauern in den Bereichen Lebensmittel, Landschaft/Tourismus, Kultur und Innovation/Rohstoffe verdeutlicht. Die Kampagne soll zu einem jährlichen Fixpunkt werden.

"Die heimische Landwirtschaft ist längst nicht mehr nur der romantische Bereich, sondern es steht mehr dahinter. Dieses 'Mehr' ist unter dem Motto 'Die Landwirtschafft's' zusammengefasst und soll den Konsumenten die Vielfalt des niederösterreichischen Agrarsektors näher bringen", erklärte LK-Präsident Hermann Schultes. Betreut wird die Kampagne von ecoplus, der Wirtschaftsagentur des Landes. Sie hat bereits zahlreiche Projekte geleitet, die direkt oder indirekt mit dem bäuerlichen Bereich zu tun hatten. "Dabei wird jedes Mal deutlich sichtbar, dass die Landwirtschaft ein bedeutender Wirtschaftsfaktor ist, der nicht nur eine hohe Wertschöpfung generiert, sondern auch viele Arbeitsplätze bringt", so Geschäftsführer Helmut Miernicki.

Täglich frische und gesunde Lebensmittel vom Bauern

Vor allem in der pflanzlichen Produktion nimmt im Bundesland eine klare Vorreiterrolle ein. So kommt rund die Hälfte des österreichweit angebauten Getreides aus diesem Bundesland, zudem über 80% der Erdäpfel und mehr als 60% des Weines. Immer öfter greifen die Konsumenten dabei nach biologischer Qualität: 2008 waren rund 6% der verkauften Frischeprodukte Bio. Etwa 9% (51.450 t) der in NÖ angelieferten Milch kommt von Biobauern und seit September stammt die Milch zu 100% (550.000 t) aus gentechnikfreier Fütterung.

Die Landwirtschaft ist auch ein wichtiger Arbeitgeber in Österreich. Etwa 176.000 Personen sind direkt im bäuerlichen Sektor beschäftigt, mit den vor- und nachgelagerten Bereichen wie Dünge-oder Futtermittelerzeuger und der Verarbeitungsindustrie sind es rund 320.000 Menschen. Zusätzliche Arbeitsplätze werden im Handel und der Gastronomie geschaffen und erhalten.

Natürliche Wärme - nachhaltige Energie

In NÖ geht der Trend eindeutig zu Biomasse. Bereits bei mehr als jeder vierten der 485.000 Zentralheizungen im Land wird auf Energie aus nachwachsenden Rohstoffen gesetzt. Rund 1,27 Millionen rm Holz im Wert von EUR 76 Mio. ersetzen dabei 190 Mio. l Heizöl im Wert von EUR 114 Mio. Eine Ersparnis von EUR 38 Mio., die auch eine zusätzliche Wertschöpfung für die Region bringt. Aber nicht nur die Rohstoffe stammen aus diesem Bundesland, auch die Technologie. Am ecoplus-Technopol Tulln wird im Rahmen des Kompetenzzentrums "Bioenery 2020+" an der Entwicklung und Optimierung von Biomasseanlagen geforscht.

Herrliche Landschaften für Bewohner und Touristen

Die vielschichtige nö. Landschaft, die von den heimischen Bauern gepflegt und erhalten wird, lockt zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland an. Nahezu alle Tourismusregionen werben mit entsprechenden Bildern. Auch die Kernkompetenzen des NÖ Tourismus sind mit "Kulinarik und Wein" und "Natur- und Bewegungsräume" nach diesem Schema definiert. Von rund 6,5 Mio. Nächtigungen jährlich entfallen 210.000 auf bäuerliche Privatquartiere. Der Sommer- und Wintertourismus profitiert zudem von 384 Almen mit einer Gesamtfläche von 9.000 ha und mehr als 12.000 aufgetriebenen Rindern. Im Rahmen der ecoplus-Regionalförderung werden zahlreiche Projekte, die in engem Zusammenhang mit der Landwirtschaft stehen, von der Landesregierung unterstützt. Etwa die Initiative "Mostbarone on tour", die die Bekanntheit der Mostheurigen auch außerhalb der typischen Region steigern soll.
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Mag.(FH) Eberhard Blumenthal, Leiter Öffentlichkeitsarbeit
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