Fürntrath-Moretti: Soziales Netz für Unternehmerinnen so dicht wie möglich gestalten

Betriebshilfe ist für Selbständige mit Betreuungspflichten wertvolle Hilfe

Wien (OTS/PWK735) - Zu den heute, Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz der Grünen Wirtschaft, gefallenen Aussagen die soziale Absicherung von Unternehmerinnen betreffend, müsse einiges klargestellt werden, betonte die Bundesvorsitzende von "Frau in der Wirtschaft", Abg. z. NR Adelheid Fürntrath-Moretti: "Hier werden Äpfel mit Birnen verwechselt und ein Szenario entworfen, das nicht den Tatsachen entspricht. Unternehmerinnen in Österreich können auf ein gutes Netz der sozialen Absicherung zurückgreifen. Klar ist aber auch, dass Verbesserungen immer möglich sind." 78 Prozent der unternehmerisch tätigen Frauen, die als Ein Personen-Unternehmen aktiv sind, sind nach einer Untersuchung der KMU Forschung Austria jedenfalls mit ihrer "Allein-Selbständigkeit" zufrieden. Mit dem im Rahmen der Steuerreform umgesetzten steuerbegünstigten Jahressechstel analog dem 13./14. Gehalt von Unselbständigen wurde zuletzt in Sachen Einkommen bzw. Eigenkapital ein wichtiger Schritt gesetzt. Auch mit der verstärkten Förderung und Vergabe von Mikrokrediten durch die AWS an KleinstunternehmerInnen sei eine wichtige Maßnahme in Sache Kapitalisierung dieser Unternehmen geschehen. "Dies kommt vor allem den Frauen zugute, die in hoher Zahl als Kleinstunternehmerinnen tätig sind", betonte Fürntrath-Moretti.

Im sozialen Bereich erhalten Unternehmerinnen vielfältige Unterstützung Allerdings stünden gerade Kleinstunternehmerinnen im Falle der Mutterschaft vor enormen Herausforderungen. "Wenn niemand anderer da bzw. leistbar ist, der den Betrieb in der Zwischenzeit weiterführt, dann kann dies sogar existenzbedrohend sein", betonte Fürntrath-Moretti. Durch die Betriebshilfe wird ihnen eine Ersatzarbeitskraft zur Verfügung gestellt.Dieser Einsatz während des Mutterschutzes (8 Wochen vor und 8 Wochen nach der Geburt) ist für die Unternehmerin kostenlos. Die nun mögliche steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten bringt Unternehmerinnen zudem eine zusätzliche Entlastung. Außerdem bietet "Frau in der Wirtschaft" gemeinsam mit der Uniqa-Versicherung eine attraktive Betriebsunterbrechungsversicherung an, die sich speziell an EPU und Kleinstunternehmerinnen richtet.

Den Vorstoß der Grünen Wirtschaft, das Wochengeld für Unternehmerinnen zu verbessern, begrüßte Fürntrath-Moretti. "Hier stehen wir bereits in Verhandlungen, denn die Höhe des Wochengeldes ist dem heutigen Stand nicht entsprechend", so die Bundesvorsitzende. Derzeit hat eine Unternehmerin nur Anspruch auf Wochengeld in Höhe von Euro 25,57 täglich. "Wir können keiner Unternehmerin ihr unternehmerisches Risiko nehmen. Wir können nur versuchen, das soziale Auffangnetz so dicht wie möglich zu gestalten und damit einen optimalen Rahmen für unternehmerische Tätigkeit schaffen", so Fürntrath-Moretti abschließend. (us)

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