Grüne Wien: Arbeitslosigkeit von Frauen wird durch AMS-Statistik verharmlost

Vana fordert mehr Waff-Mittel für Frauen und verpflichtende betriebliche Gleichstellung

Wien (OTS) - "Die AMS-Statistik verharmlost das Problem der Frauenarbeits-losigkeit", so Monika Vana, Stadträtin und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen Wien, anlässlich der aktuellen AMS-Zahlen. 30.049 Frauen verzeichnet das AMS Wien zum Stichtag als arbeitslos, um 12,6 Prozent mehr als im Vorjahr. "Die Zahlen zeigen ein falsches Bild", erklärt Vana. "Auch wenn statistisch gesehen der Anstieg der Frauenarbeitslosigkeit geringer ausfällt als der der Männer, so ist die Lage von Frauen am Arbeitsmarkt dramatisch. Denn die Arbeitslosigkeit von Frauen ist eine versteckte." Viele Frauen melden sich nicht als arbeitsuchend, weil sie keine finanziellen Ansprüche erworben haben oder sind teilzeit oder prekär beschäftigt, suchen eine Vollzeitstelle, scheinen aber nicht in der Arbeits-losenstatistik auf. Immer weniger Frauen können von ihrer Arbeit leben. "Die arbeitsmarktpolitischen Indikatoren müssen verändert werden und die tatsächliche Situation am Arbeitsmarkt - wie steigende Teilzeit und niedrige Einkommen -abbilden", so Vana.

Neben mehr Mitteln für spezifische Frauen- und Mädchenprogramme des Waff fordert Vana, dass Unternehmen betriebliche Gleichstellung endlich ernst nehmen. "Die Wirtschaftskrise darf nicht als Ausrede benützt werden, dass längst überfällige Maßnahmen für Frauen auf die lange Bank geschoben werden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Wien muss ebenso wie die Auftragsvergabe an Frauenförderung gekoppelt werden", drängt Vana auf sofortiges Handeln.

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