SP-Hora: Vorschläge der Wiener Grünen zum Thema Garagen und Parkpickerl wenig durchdacht

Wien (SPW-K) - Apodiktisches "Njet" zum Garagenbau löst Problem nicht - Mix von Garagen und konzertierter Parkpickerlausweitung zielführend

"Die Grünen sind offensichtlich weiterhin gewillt, die eigentliche Bedeutung von Wohnsammelgaragen zu verkennen", stellte Donnerstag der Verkehrssprecher der Wiener SPÖ und Vorsitzende des Verkehrsausschusses des Wiener Gemeinderates, Karlheinz Hora, zur heutigen Ankündigung von Grünen-Gemeinderat Maresch, weiterhin gegen die Schaffung von zusätzlichen Autostellplätzen opponieren zu wollen, fest. Hora: "Einerseits träumen die Grünen von einem mit Rollrasen durchzogenen Straßennetz, andererseits behindern sie alle Maßnahmen, durch die der Öffentliche Straßenraum partiell anderen Nutzungen zugeführt werden könnte. Das ist nicht seriös und auch den Anrainerinnen und Anrainern gegenüber unehrlich - denn so ernst kann es ihnen demnach mit der Forderung nach zusätzlichen Grünbereichen und Radwegen nicht sein", so Hora in seiner Replik in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien.

Hora stellte zudem fest: "Die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung kann nur dann kommen, wenn bereits zuvor Maßnahmen gesetzt werden um Dauerstellplätze verstärkt von der Straße in Garagen zu verlagern, besonders in den Gründerzeitvierteln mit einem hohen Stellplatzdruck, der sich schon allein durch die AnrainerInnen-PKWs ergibt. Die alleinige Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung wäre hier kein Allheilmittel." Dass die Grünen die Schaffung von 4000 bis 6000 solcher Stellplätze für die Wiener Autofahrerinnen und Autofahrer wieder einmal ablehnen sei für die Autophobie der Grünen "bezeichnend."

Die Parkraumpolitik allgemein solle dazu beitragen, Gestaltungs-und Nutzungsspielräume im öffentlichen Straßenraum zu erhöhen: für FußgängerInnen und RadfahrerInnen, für autofreie Platzgestaltung, für den öffentlichen Verkehr und den Wirtschaftsverkehr, so der Gemeinderat weiter. Dass die eingeschlagene Richtung eine gute sei, zeigten die durchwegs rückläufigen KfZ-Zählungen und die parallel dazu ansteigende Nutzung der Öffentlichen Verkehrsmittel und des Radverkehrs.

Auch einer "à la carte-Ausweitung" der Parkraumbewirtschaftung nur auf einzelne Bezirke kann Hora nichts abgewinnen: "Damit würde sich das Problem nur entlang des Gürtels weiter verschieben. Hier ist nur eine einheitliche Regelung zielführend, die natürlich auch von allen Westbezirken mitgetragen werden müsste", schloss Hora. (Schluss)

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