Lasar, Gudenus zur Karlsplatzpassage: Die Geschäftsleute werden vertrieben, die Dealer und die Süchtigen dürfen bleiben!

Neugestaltung der Karlsplatzpassage vernichtet über 100 Arbeitsplätze und bringt keinerlei Verbesserungen.

Wien, 30.09.09 (fpd) - Bei der Gestaltung der neuen Karlsplatzpassage droht der Stadt Wien ein neues Fiasko. Die Wiener Karlsplatz-Passage ist seit Jahren ein Ärgernis für die Wiener Bevölkerung. Die Wiener Junkie-Szene hat den Verkehrsknotenpunkt fest in ihrer Hand und auch die dortige Infrastruktur, wie etwa Telefonzellen oder die WC-Anlagen sind völlig unbrauchbar, weil verschmutzt und völlig devastiert. Die SPÖ versucht jetzt durch den Umbau in der Passage die Probleme in den Griff zu bekommen. Dabei werden jetzt auch noch die letzten verbliebenen Geschäftsleute aus der Passage vertreiben, obwohl diese - neben dem wirtschaftlichen Bereich - auch für die Passanten vor Ort eine wichtige Funktion übernehmen. Durch die Absiedlung fühlen sich schlußendlich auch die Passanten vor Ort alleingelassen und werden der offenen Drogenszene noch mehr als bisher schutzlos ausgeliefert sein, so heute LAbg. David Lasar und LAbg. Mag. Johann Gudenus im Zuge einer Pressekonferenz.

Eine beherzte Initiative der ansässigen Geschäftsleute hat innerhalb kürzester Zeit über 2500 Unterschriften gegen die Schließung und die Vernichtung von rund 100 Arbeitsplätzen gesammelt - dabei ist höchst interessant, daß zwar die Kleinunternehmer ihre Geschäfte räumen müssen, die großen Ketten, wie etwa McDonalds, Ströck oder auch Starbucks weiterhin in der Passage verbleiben dürfen, so Lasar.

Besonderes die derzeitige Situation der Drogendealer und der Süchtigen sei eines der großen Ärgernisse für Geschäftsleute und Passanten in diesem unterirdischen Passagennetzwek. Hier könne man sich durch die Neugestaltung, die mit 21 Millionen Euro veranschlagt sei, keine Verbesserung erwarten, da die Stadt gleichzeitig die die Drogenberatungsräume ausbauen möchte. Dementsprechend könne man hier auch nicht von einer Entspannung der Situation sprechen, da mit dem Ausbau von "Help U" natürlich auch zusätzliche Klientel angelockt werde, so Gudenus.

In diesem Zusammenhang kritisierte LAbg. Davis Lasar einmal mehr die Drogenpolitik der Wiener SPÖ. Die von der SPÖ immer wieder vorgetäuschte Lösung bei der Bekämpfung der Suchtmittelkriminalität ist als gescheitert zu betrachten. Teure, aber dafür umso wirkungslosere Streetworker werden eingesetzt, während seitens des Wiener Drogenkoordinators Dressel am laufenden Band inkompetente Berichte über die Drogensituation vorgebracht werden.
Zum Schutz der Jugend und der gesamten Gesellschaft vor dem todbringenden Gift müssen deshalb alle Maßnahmen einer verantwortungsvollen Politik auf Rauschgiftabstinenz ausgerichtet sein. Je früher ein Drogensüchtiger für Entzug und Therapie -notfalls auch gegen seinen Willen - in ein Entzugsprogramm kommt, desto größer ist seine Chance zu einem drogenfreien Leben zurückzufinden. Die Therapie soll stationär durchgeführt werden und auch Arbeiten in Land- bzw. Forstwirtschaft bzw. Sozialarbeiten beinhalten. Dies sei deswegen von Bedeutung, da durch den Entzug oftmals ein großes Aggressionspotential frei werde und dies gilt es optimal zu kanalisieren, so Lasar und Gudenus abschließend. (Schluß)

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