AKNÖ-Haneder: Arbeitsmarktkrise noch nicht vorüber

Arbeitnehmer müssen rudern, um nicht unterzugehen

Wien (AKNÖ) - "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten zeigen, dass die Krise am Arbeitsmarkt, trotz des Lichtstreifs am Konjunkturhimmel lange nicht vorüber ist", erklärt AKNÖ-Präsident Hermann Haneder. Die Arbeitslosigkeit hat sich in Niederösterreich auf einem sehr hohen Niveau verfestigt. Derzeit suchen 38.812 Niederösterreicher eine Arbeit, das sind 32,9 Prozent mehr als im Vorjahr.

"Von Wirtschaftsforschern hört man zurzeit oft, dass die Talsohle der Krise durchschritten ist. Was vielleicht für die Konjunktur gilt, ist beim Arbeitsmarkt jedoch noch nicht erreicht. Von einer Stabilisierung der Situation für die niederösterreichischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind wir noch weit entfernt", erklärt der AK-Präsident. Dass große Jubelmeldungen fehl am Platz sind, zeigt auch ein einfacher Vergleich: Mit durchschnittlich 42.600 Menschen auf Arbeitssuche war 2005 ein negatives Rekordjahr. "Jetzt haben wir eine ähnlich hohe Arbeitslosigkeit, dürfen aber nicht aus den Augen verlieren, dass weitere rund 18.000 Menschen nur deshalb nicht arbeitslos sind, weil ihr Schicksal durch Kurzarbeit abgefangen wurde", so Haneder. Damit zeigt sich, dass die Kurzarbeit in Niederösterreich zwar ein ausgezeichnetes Mittel ist, um Arbeitslosigkeit mittelfristig abzuwenden, "lieber wäre es uns allerdings, wenn sie nicht mehr nötig wäre, weil die Krise am Arbeitsmarkt überwunden ist", so Haneder.

Mit der Arbeitslosigkeit kommt die Armutsgefährdung "Was mich besonders betroffen macht ist, dass unschuldig in die Krise geratene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nun rudern müssen, um finanziell nicht unterzugehen", zeigt sich Haneder empört darüber, dass Arbeitslosigkeit und Armutsgefährdung immer noch Hand in Hand gehen. "Ich werde deshalb nicht müde, eine Anhebung des Arbeitslosengeldes zu fordern und bin erst zufrieden, wenn eine Annäherung an die in Europa durchschnittlichen 70 Prozent des letzten Nettogehalts erreicht ist."

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