AKS: BundesschülerInnenvertretung demokratisieren, Direktwahl einführen!

Aktion kritischer SchülerInnen fordert Direktwahl der Landes- und BundesschülerInnenvertretung

Wien (OTS/SK) - Ab dieser Woche finden in den österreichischen Schulen die Wahlen zu den SchülerInnenvertretungen statt. Aktiv und passiv wahlberechtigt sind in BMHS und Berufsschulen alle SchülerInnen, in AHS die SchülerInnen der Oberstufe. "Demokratie muss erlernt und vor allem gelebt werden. Die Schule ist ein idealer Rahmen dafür, jedoch gibt es im Bereich der SchülerInnenvertretung, vor allem auf Landes- und Bundesebene, große Demokratiedefizite", kommentiert Iris Schwarzenbacher, Bundesvorsitzende der Aktion kritischer SchülerInnen, die am vergangenen Wochenende stattfindenden Wahlen zur BundesschülerInnenvertretung (BSV). "Wir SchülerInnen haben nicht einmal die Möglichkeit, unsere landes- und bundesweite Vertretung selbst zu wählen!", so Schwarzenbacher am Donnerstag ****

Die direkt gewählten SchulsprecherInnen wählen am Ende des Schuljahres die landesweite Vertretung (LSV), die sich aus drei LandesschulsprecherInnen und abhängig von der Größe des jeweiligen Bundeslandes insgesamt aus 12 bis 24 aktiven Mitgliedern zusammensetzt. Die BundesschülerInnenvertretung (BSV) besteht aus den 27 LandesschulsprecherInnen (9 AHS, 9 BMHS, 9 BS) und zwei VertreterInnen der dem Bund direkt unterstellten Bundeszentrallehranstalten. Aus ihrer Mitte wählen diese 29 Personen die/den BundesschulsprecherIn und die drei BereichssprecherInnen im AHS-, BMHS- und BS-Bereich, die gleichzeitig die stellvertretenden BundesschulsprecherInnen darstellen.

"Wie sollen SchülerInnen Demokratie begreifen, wenn sie diese nicht praktisch leben können und in demokratische Prozesse nicht miteinbezogen werden?", fragt sich Schwarzenbacher.
Es sei nicht einzusehen, dass die LandesschülerInnenvertretungen z.B. in Vorarlberg von nur 32 oder in Wien von 186 Personen und die BundesschülerInnenvertretung lediglich von 29 SchülerInnen gewählt würden. "Die Wahl der überschulischen Vertretung hat mit Demokratie nicht mehr viel zu tun. Als BundesschulsprecherIn zu behaupten, man vertrete die 1,2 Millionen SchülerInnen Österreichs, ist eine falsche Aussage und realitätsverweigernd. Fakt ist, dass nur 29 Personen die Möglichkeit haben, die BSV zu wählen", so die SchülerInnenvertreterin.

Einzige Alternative zu der jetzigen, hierarchisch aufgebauten Vertretungs-Pyramide sei die LSV- und BSV-Direktwahl. "Alle SchülerInnen der AHS-Oberstufe, der BMHS und der Berufsschulen sollen die Möglichkeit haben, ihre Vertretung selbst und direkt zu wählen, sowohl auf schul-, landes- und bundesweiter Ebene", fordert Schwarzenbacher.

"Demokratie muss mehr sein als ein theoretisches Konstrukt, das wir beim nächsten Test erklären müssen. Die Direktwahl von LSV und BSV ist ein wichtiger Schritt, Demokratie praktisch zu erleben und für das spätere Leben bereits in der Schule Erfahrungen zu sammeln", schlussfolgert Schwarzenbacher.

Die Grafik des Wahlsystems der SchülerInnenvertretung und das vollständige Schuldemokratie-Konzept der aks (auch volks- und hauptschulbezogen) ist auf Anfrage jederzeit erhältlich. (Schluss) bg/cv

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