Ab 1. Oktober "Generationswechsel" auf saubere Lastkraftwagen

WKÖ-Bollmann: Förderung für Fuhrparkerneuerung dringend notwendig

Wien (OTS/PWK733) - Ab 1. Oktober 2009 gelten strengere Abgasstandards für neue Lastkraftwagen, Busse und Sattelzugfahrzeuge. Alle schweren Nutzfahrzeuge, die erstmals zum Verkehr zugelassen werden, müssen künftig die sog. EURO 5-Grenzwerte einhalten. "Davon wird vor allem die Luftreinhaltung profitieren", ist Harald Bollmann, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich, überzeugt. Er drängt darauf, die Förderung für die Fuhrparkerneuerung für EURO 5 und EURO 6 Fahrzeuge umzusetzen, die im Regierungsübereinkommen vereinbart ist und in einigen europäischen Ländern wie Deutschland praktiziert wird.

Die laufende Erneuerung der LKW-Flotte mit einer moderneren umweltfreundlichen Fahrzeuggeneration erfolgt bereits seit vier Jahren, weil führende Hersteller seit 2005 EURO 5-Fahrzeuge anbieten. Die Hälfte der Fahrleistung auf Autobahnen werden bereits durch EURO4 und EURO 5 Fahrzeuge erbracht.

"Für weitere Vorziehkäufe von Fahrzeugen, die Abgasstandards erfüllen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, ist die rasche Einrichtung eines Förderinstrumentariums unbedingt erforderlich. Derzeit liegt die Austauschrate bei Lkw um ein Drittel niedriger und bei Sattelkraftfahrzeugen auf halbem Niveau. Bei der derzeitigen wirtschaftlichen Lage haben viele Beförderungsunternehmen Schwierigkeiten, die Mehrkosten von 6000 bis 8000 EURO für Neufahrzeuge zu bewältigen. Zudem ist die Senkung der Kraftfahrzeugsteuer für Lkw bisher nicht umgesetzt worden", erwartet Bollmann ein baldiges Handeln von Umweltminister und Finanzminister.

Die EURO 5-Grenzwerte senken den Ausstoß von Stickoxiden um weitere 42,9 Prozent gegenüber der derzeit geltenden EURO 4-Norm. Der Ausstoß von Stickoxiden wurde damit seit der Einführung des EURO-Abgassystems 1990 um 87,3 Prozent reduziert. Der Ausstoß wurde um 95 Prozent (Ruß) reduziert.

Seit den 80er Jahren sank der Treibstoffverbrauch bei schweren Nutzfahrzeugen trotz zusätzlicher Anforderungen bei Sicherheit und Technik um mehr als 30 Prozent.

"Die Verschärfung der Abgasstandards sowie technologische Entwicklungen bei Motoren und Treibstoffen haben in den vergangenen Jahren wesentlich dazu beigetragen, den Verkehr sicherer, sauberer und effizienter zu machen", unterstreicht Bollmann. (IP)

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