ÖGB-Oberhauser: Kampf gegen Arbeitslosigkeit verstärken

Arbeitsplätze auch für ältere Menschen erhalten und schaffen

Wien (ÖGB) - "Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit muss für alle Altersgruppen verstärkt werden", fordert ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser angesicht der jüngsten Arbeitsmarktdaten. Von den 234.505 Arbeitslosen mit Ende September stechen vor allem jene 45.600 heraus die älter als 50 Jahre sind. Oberhauser: "Nur wenn wir Arbeitsplätze sichern und durch den leichten Aufschwung auch neue schaffen verhindern wir einen Generationenkonflikt um die Arbeitsplätze".++++

Mit der Umsetzung der vom ÖGB immer wieder geforderten Ausbildungsgarantie werde es möglich sein genügend betriebliche und außerbetriebliche Ausbildungsstellen anzubieten. "Gleichzeitig muss es aber auch gelingen, die Arbeitsplätze der älteren ArbeitnehmerInnen zu erhalten und älteren Arbeitslosen den Wiedereinstieg zu erleichtern", stellt Oberhauser fest.

Angesichts der Entwicklung der Alterstruktur auf dem Arbeitsmarkt sind verschiedenste Maßnahmen zur Verhinderung von Altersarbeitslosigkeit notwendig. Oberhauser: "Für die berufliche Weiterbildung darf nicht ab einem bestimmten Alter Schluss sein. Intensiviert werden muss auch die betriebliche Gesundheitsförderung. Zusätzlich müssen die Arbeitsplätze alternsgerecht gestaltet werden."

Ein gutes Verhältnis von jungen und älteren Arbeitskräften sei sicherlich auch ein Wettbewerbvorteil für die Betriebe. Oberhauser:
"Gerade in der derzeitigen Situation kann das zur Sicherung und zur Schaffung von Arbeitsplätzen beitragen."

Die ÖGB-Vizepräsidentin fordert weiters die Verbesserung der Absicherung der Arbeitslosen. Oberhauser: "Dass Arbeitslose in Schulungsmaßnahmen in Zukunft mehr Arbeitslosengeld bekommen ist ein erster Schritt. Weitere Schritte müssen folgen um Arbeitslose nicht in die Armut abrutschen zu lassen."(ff)

ÖGB, 1. Oktober 2009 Nr. 575

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