AK Test: Vorsicht bei den Kosten für mobiles Internet 1

Große Preisunterschiede bei Vertragstarifen - Mehrtransfers über Datenpauschale hinaus schlagen sich teilweise teuer zu Buche

Wien (OTS) - Unterwegs surfen - das mobile Breitbandangebot wird laufend erweitert. Angebote, Kosten, Nebenbedingungen und Technik sind sehr vielfältig - den Überblick zu behalten, ist schwer. Ein aktueller AK Test bei sieben Anbietern zeigt: Bei den Vertragstarifen für mobiles Internet gibt es erhebliche Preisunterschiede. So kosten im günstigsten Fall drei Gigabyte neun Euro, im schlimmsten Fall 522 Euro. Wer Mehrtransfers über sein monatliches Datenpauschale hat, zahlt meist drauf.

GPRS, UMTS, EDGE, HSDPA, HSUPA - Kürzel für verschiedene Netzgenerationen und auch für unterschiedlich schnellen Datentransfer. Wo in Österreich welches Netz verfügbar ist, erfordert vom Konsumenten zunächst Recherchen. Die Handy-Betreiber haben im Internet Netzabdeckungskarten veröffentlicht oder bieten elektronische Suchhilfen (Eingabe des Wohnortes) an. Die AK hat im September die Kosten mobiler Breitbandangebote von A1, Bob, T-Mobile, Orange, Drei, tele.ring und Yesss untersucht.

Bei den Handy-Vertragstarifen sind die Preisunterschiede enorm. Die Anbieter haben Datenpauschalen mit Datenvolumen von einem bis 15 Gigabyte. Im günstigsten Fall betragen die Kosten für ein Gigabyte vier Euro, für drei Gigabyte neun Euro und für zehn Gigabyte 15 Euro. Passt das Produkt nicht zum Verbraucherverhalten, wird es teuer. Das kann sein, wenn das hohe Datenpauschale nicht ausgeschöpft oder überbeansprucht wird. Dann kostet im ungünstigsten Fall ein Gigabyte 30 Euro, drei Gigabyte 522 Euro und zehn Gigabyte 2.314 Euro.

Die meisten Betreiber bieten auch eine Wertkarte für den Internetzugang an. Während bei den Vertragstarifen mit 24-monatiger Bindung ein USB-Datenmodem meist nichts oder nur wenig kostet, liegt der Preis für ein Starterpaket bei den Wertkarten bei bis zu rund 60 Euro. Wertkarten-Anbieter verlangen für das Gigabyte meist 20 Euro bei einer zwölfmonatigen Gültigkeit, für drei Gigabyte 60 und für zehn Gigabyte 200 Euro.

Die AK warnt vor den Kosten für den Mehrtransfer. Wer über sein monatliches Datenpauschale kommt, zahlt teils enorm drauf - zehn bis 25 Cent pro zusätzlichem Megabyte. Zum Vergleich: Das Megabyte innerhalb der Pauschale kostet umgerechnet nur 0,1 bis zwei Cent. Manche Anbieter verlangen keine Mehrkosten. Sie drosseln aber die Transfergeschwindigkeit stark, z.B. bei einem Fünf-Gigabyte-Pauschale bereits nach drei Gigabyte. Wertkarten schützen vor überraschenden Transferüberschreitungen, da ein neues Guthaben aktiv vom Konsumenten aufgebucht werden muss.

Es zeigt sich, dass Handyangebote fürs mobile Internet teilweise günstiger sind als Breitbandangebote fürs Festnetz. Ein bis drei Gigabyte im Festnetz schlagen sich im besten Fall mit zehn bis 20 Euro nieder (ohne Grundgebühr), im Mobilnetz sind es vier bis neun Euro. Auffälligster Unterschied dabei: Die Kosten für den Mehrtransfer im Mobilnetz sind empfindlich teurer. Im Festnetz liegen sie bei 1,2 bis 6,6 Cent pro Megabyte, bei mobilen Verbindungen hingegen bei zehn bis 25 Cent pro Megabyte.

(Forts.)

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