Bundesinstitut für Bildungsforschung braucht mehr Kontrolle

Gemeinsamer Vorstoß des Katholischen Familienverbands Österreichs und des Österreichischen Familienbundes

Wien, 25.09.2009 (KAP) Der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) und der Österreichische Familienbund fordern eine transparentere Kontrolle des staatlichen Bundesinstituts für Bildungsforschung (BIFIE). "Auftraggeber und Kontrollinstanz sind beim BIFIE nicht voneinander getrennt, weil in beiden Fällen das Unterrichtsministerium zuständig ist", kritisierten Familienverband-Präsident Clemens Steindl und Familienbund-Präsidentin Andrea Gottweis am Freitag in einer gemeinsamen Aussendung. Sie fordern die Einrichtung einer schulpartnerschaftlichen Kontrollkommission aus Schüler-, Eltern-und Lehrervertretern, um möglichen Interessenskonflikten vorzubeugen.

Das BIFIE überprüft im Auftrag des Ministeriums die nationalen Bildungsstandards. Es ist beispielsweise für die Durchführung der Schülerleistungsstudie "Pisa" in Österreich verantwortlich und wurde mit der Entwicklung und Einführung der ab 2014 geplanten standardisierten Matura betraut. Im Ministerrat wurde dafür zuletzt eine Gesetzesnovelle samt Verdoppelung des BIFIE-Budgets beschlossen.

Diese Erhöhung ist für die Familienorganisationen nicht nachvollziehbar. "Auch hier könnte eine unabhängige schulpartnerschaftliche Kontrollinstanz für zusätzliche Transparenz sorgen", so Familienverbandspräsident Steindl.

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