Abschied von Franz Olah ... (3)

"In seinem Herzen war Österreich"

"In seinem Herzen war Österreich": Mit diesen Worten würdigte Ex-Finanzminister Hannes Androsch am Ende des Gottesdienstes im Stephansdom Franz Olah. Mit Olah habe das Land eine "große Persönlichkeit" und einen "aufrechten Patrioten" verloren. Auch Androsch ging in seiner Ansprache auf die Verdienste Olahs um die Annäherung zwischen Arbeiterschaft und Kirche ein und hob die respektvolle Beziehung zwischen Olah und Kardinal König hervor. Auch in vielen anderen Bereichen wie der Sozialpartnerschaft habe der Verstorbene viel zur Erfolgsstory der Zweiten Republik beigetragen, sagte Androsch.

Der frühere ÖVP-Staatssekretär Botschafter Ludwig Steiner sprach vom "unschätzbaren Beitrag Franz Olahs zum Wiederaufbau Österreichs". Dabei strich er besonders die Bemühungen Olahs um den sozialen Frieden im Land hervor.

Aufbahrung in der Barbarakapelle

Vor dem Requiem war der Sarg mit der sterblichen Hülle Olahs am Freitagvormittag in der Barbara-Kapelle des Stephansdom aufgebahrt. Die Barbara-Kapelle wurde bewusst gewählt, weil in dieser Kapelle mit den Kapseln aus den Konzentrationslagern Auschwitz und Mauthausen und mit der Büste der selig gesprochenen Märtyrerin Restituta Kafka ein unmittelbarer Bezug zur Widerstandshaltung Franz Olahs gegen das nationalsozialistische Regime besteht.

Olah wird am Freitagnachmittag auf dem Stadtpfarrfriedhof St. Stephan in Baden beigesetzt.

(forts. mgl.)
nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | KAT0007