"Metallgewerbe fordert Besonnenheit bei Lohnverhandlungen"

Verhandlungsleiter Andreas Lahner: "Die Krise ist längst noch nicht überwunden, Besonnenheit und Flexibilität sind das Gebot der Stunde"

Wien (OTS/PWK720) - Anlässlich der heutigen Forderungsüberreichungen für die Lohnverhandlungen im Metallgewerbe stellt der Leiter des Arbeitgeberverhandlungsteams Andreas Lahner fest, dass trotz der jüngsten Bericht über Anzeichen einer Konjunkturerholung im Gewerbe davon noch länger nichts zu spüren sein wird. Zu heftig hat die Krise in den kleinen Gewerbebetrieben, vor allem auch im industrienahen Bereich, eingeschlagen. Er kann daher Forderungen der Arbeitnehmerseite nach spürbaren Lohnerhöhungen nicht wirklich nachvollziehen. "Unsere Betriebe leiden noch immer an den großzügigen Abschlüssen der letzten Lohnrunde. Gleichzeitig haben sie durch verschiedenste Maßnahmen, wie die besonders teure Kurzarbeit, dazu beigetragen, möglichst viele Mitarbeiter zu halten", so Lahner. Daher sei es auch an der Zeit, die Betriebe in vielen Dingen zu entlasten, die einen großen Kostendruck verursachen.

Entsprechend sieht auch das Forderungspaket der Arbeitgeber aus, das symbolhaft auf einer Messingplatte eingraviert, eine Mozart-Torte ziert, die dem Verhandlungsteam der Gewerkschaft überreicht wurde:
Wegfall von Einschränkungen bei der Kurzarbeitsregelung, Zeitflexibilität sowie klare Lohnregelungen bei FerialarbeiterInnen sind unter anderem wichtige Punkte für das Metallgewerbe. "Es gibt diesmal wenig zu verteilen", so Lahner abschließend, "und auch die hohen Lohnrunden des letzten Jahres haben uns auch nicht vor der tiefsten Krise seit Menschengedenken bewahrt. Die Arbeitgeberseite hat dieses Jahr viel vorgestreckt, es ist aber klar, dass jeder seinen Beitrag leisten muss." (us)

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