BM Claudia Schmied zu Besuch bei LH Dörfler

Vieraugengespräch und viele Kontakte mit Schülern am Tag der offenen Tür

Klagenfurt (LPD) - Groß war der Andrang von Schülerinnen und Schülern, als Bundesunterrichtsministerin Claudia Schmied bei ihrem Kärnten-Besuch auch beim Tag der offenen Türe in der Kärntner Landesregierung vorbeischaute. Gemeinsam mit Landeshauptmann Gerhard Dörfler unterschrieb sie unzählige Autogrammkarten und stand für Fototermine gerne bereit.

Beim anschließenden Vieraugengespräch zwischen dem Landeshauptmann und der Bundesministerin wurden zahlreiche Themen, den Schulbereich betreffend, erörtert. Für Dörfler bestehe in Sachen Ganztagesbetreuung in Schulen dringender Handlungsbedarf. "Die derzeitige Regelung ist unzufriedenstellend", so Dörfler. Die Trennung zwischen Schule, Hort und schulischer Nachmittagsbetreuung erziele nicht die gewünschten Betreuungs- und Lern- bzw. Vorbereitungserfolge für Kinder, weshalb diese Betreuungsmöglichkeiten im Sinne der Schüler und Eltern zusammengeführt werden müssten.

"Die Schule muss die Aufgaben der Bildung und Betreuung zugleich übernehmen, und das den ganzen Tag. Dazu müssen aber auch die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen werden", legt Dörfler klar. Somit ist sich der Kärntner Landeshauptmann mit Bundesministerin Schmied einig, die sich ebenfalls für die Ganztagsbetreuung einsetzen will. Zudem spricht sich die Unterrichtsministerin für einen Ausbau der Autonomie an den Schulen aus. "Die Direktoren müssen mehr Kompetenzen hinsichtlich ihres Personals erhalten", so Schmied.

Mit diesem Treffen unterstreicht Kärnten, wie bereits in den Jahren zuvor, seine Bedeutung und Vorreiterrolle bei bildungspolitischen Themen. "Kärnten zeigt bereits seit Jahren, dass wir den Ton bei Bildungsthemen vorgeben. Die Einführung des verpflichtendes Kindergartenjahres, der vorschulische Bildungsplan sowie die Kooperation Kindergarten - Schule sind Muster- und Vorzeigeprojekte, die auch außerhalb Kärntens großen Anklang finden", so Dörfler. Diese Vorreiterrolle hat auch die Ministerin erkannt und lobte Kärnten hinsichtlich der Neuen Mittelschule.

Einig waren sich der Landeshauptmann und die Bundesministerin auch beim Dienstrecht für Lehrer. Dieses müsse flexibler werden, zudem sei in der heutigen Zeit eine Vereinheitlichung dringend notwendig. Wichtiges Thema beim Gespräch war zudem die Verwaltungsreform im Schulbereich, zu der es in den nächsten Wochen noch weiterführende Gespräche geben soll. Eine umfassende Reform müsse Schritt für Schritt angegangen werden. "Die langen Debatten müssen nun endlich zu einer Umsetzung führen", waren sich Dörfler und Schmied einig.

Bei allen Überlegungen dürfen aber die finanziellen Vorgaben nicht außer Acht gelassen werden. Dabei betonte Landeshauptmann Dörfler, dass Kärnten zusätzlich rund 26 Millionen Euro für den Bildungsbereich aus dem Landesbudget bereit stellt, um Bildungsangebote wie Sonderpädagogik, Leselehrer, Neue Mittelschule, Kooperation Kindergarten-Schule, Kleinschulen, günstigere Klassenteilungen als in anderen Bundesländern etc. zu finanzieren.

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