VP-Riha ad Wiener Kindergärten: ÖVP-Kritik durch "Personenkomitee Wiener Kindergärten" bestätigt

ÖVP präsentiert Forderungskatalog zur Sicherung der Qualität in der Kinderbetreuung

Wien (VP-Klub) - Als Bestätigung für die Kritik der ÖVP Wien wertet Gemeinderätin Monika Riha die heutigen Aussagen des "Personenkomitee Wiener Kindergärten". "Es wäre an der Zeit sich einzugestehen, dass man auf Seiten der SPÖ mit der Einführung des ‘Gratiskindergartens‘ überfordert war. So entpuppte sich der Gratiskindergarten relativ rasch als bestenfalls gebührenreduzierter Kindergarten. Mehr als 25 Prozent der Plätze sind - entgegen der Ankündigung eines Gratiskindergartens für alle Kinder von 0-6 Jahren - auch weiterhin kostenpflichtig, in einigen Fällen sogar teurer als noch letztes Jahr. Zudem mangelt es an Kindergartenpädagogen/innen und ausreichend Plätzen. Die Rahmenbedingungen in den Kindergärten entsprechen nicht den Anforderungen einer modernen Kindergartenpädagogik. Stadtrat Oxonitsch ist aufgefordert, raschest zu handeln, durch ‘Schönreden‘ werden keine Probleme gelöst", so Riha.

Die VP-Gemeinderätin verweist in diesem Zusammenhang auf jenen Forderungskatalog, den die ÖVP Wien bereits Ende Juni dieses Jahres vorgelegt hat. Sie wiederholt unter anderem die Forderung nach Reduzierung der Gruppengröße, nach einer verbesserten Bezahlung des Personals und der Akademisierung der Ausbildung von Kindergartenpädagogen. "Die jetzt herrschenden Probleme waren vorhersehbar", so Riha, "und um genau dem zu begegnen, haben wir bereits vor dem Sommer einen Forderungskatalog vorgelegt, der konkrete Maßnahmen enthält. Leider ist dieser Katalog von der verantwortlichen Wiener Stadtregierung bislang nicht aufgegriffen worden!"

Riha hofft, dass die nunmehrige Kritik des Personenkomitees zu einem Umdenken bei den Rathausverantwortlichen führt. "Von den Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen im Kindergarten hängt die Qualität der Bildung und Betreuung ab. Und die Qualität muss uns allen am Herzen liegen. Ich hoffe, dass diese Kritik und unsere konkreten Forderungen nun auf fruchtbaren Boden fallen", so Riha abschließend.

Die Forderungen der ÖVP Wien zur Sicherung der Qualität:
1. Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für alle Kinder von 0-6 Jahren

2. Bedarfsgerechter Ausbau der Wiener Kindergärten bis 2012 -derzeit fehlen in Wien noch mehr als 10.000 Plätze

3. Erarbeitung eines Entwicklungsplanes für das vorschulische Bildungs- und Betreuungswesen in Wien

4. Etablierung eines inhaltlich-pädagogischen Qualitätsmanagements für vorschulische Betreuungseinrichtungen in Wien

5. Änderung der Gruppengröße schrittweise auf 20 Kinder pro Kindergartengruppe

6. Änderung des Personalschlüssels - wir fordern 2 KindergartenpädagogInnen pro Kindergartengruppe

7. Bessere Ausbildung für BetreuerInnen und PädagogInnen -Einführung eines akademischen und europaweit anerkannten Lehrgangs für Elementarpädagogik an den pädagogischen Hochschulen

8. Ausbildungsoffensive für KindergartenpädagogInnen in Form von zusätzlichen Kolleglehrgängen - derzeit gibt es in Wien einen Mangel an KindergartenpädagogInnen

9. Adäquate Bezahlung der KindergartenpädagogInnen - die Bezahlung für KindergartenpädagogInnen soll angehoben (Angleichung an das Gehaltsschema für VS-LehrerInnen) und der Beruf des/der KindergartenpädagogIn in seiner Wichtigkeit anerkannt werden

10. Überarbeitung und Verbesserung des Kindertagesheimgesetzes im Hinblick auf Qualitätskriterien und -standards - notwendig ist eine Einarbeitung all der genannten Forderungen in eine Novelle des Wiener Kindertagesheimgesetzes

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