Wiener Grüne fordern "mehr Knödl" für Frauen

Wien (OTS) - Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen nahmen die Wiener Grünen am Freitag zum Anlass, einerseits die Einkommensunterschiede aufzuzeigen und andererseits eine rasche Änderung derselben zu fordern. Stadträtin Monika Vana und NRin Judith Schwentner, Frauensprecherin der Grünen, kritisierten vor allem den Umstand, dass Österreich beim Einkommensunterschied (in Österreich laut Grünen 25,5 Prozent des Bruttolohns) in den EU-Ländern am vorletzten Platz liege. Die schlechtere Einkommenssituation für Frauen beginne bereits während der Lehre. Vergleiche man die Lehrlingsentschädigung der zehn beliebtesten Lehrberufe von Mädchen (Top 3: Einzelhandel, Bürokauffrau und Friseurin) und Burschen (Top 3: KFZ-, Elektroinstallations- und Maschinenbautechniker), betrage die Differenz im ersten Lehrjahr 10, im dritten Lehrjahr bereits 19 Prozent. Wenig besser als der gesamtösterreichische Durchschnitt sei der Einkommensunterschied in Wien. Würden im Vergleich zu Männern österreichische Frauen von 27. September bis 31. Dezember "gratis" arbeiten, beginne die "Gratisarbeitszeit" für Frauen in Wien ab 5. Oktober.

Die Forderungen der Grünen: unter anderem ein Aktionsprogramm für "gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit", gesetzlicher Mindeststundenlohn, verpflichtende Transparenz bei Gehältern für Unternehmen und öffentlichen Dienst und eine Erhöhung der Lehrlingsentschädigung in frauendominierten Branchen. Zudem solle speziell die Stadt Wien mit 75.000 Beschäftigten eine Vorreiterrolle bei Frauenanteil und Einkommenstransparenz übernehmen. Auch eine Koppelung der Wirtschaftsförderung und öffentlichen Auftragsvergabe an Frauenförderungen könne man sich vorstellen. Die von Sozialminister Hundstorfer und Frauenministerin Heinisch-Hosek angekündigten "Sanktionsdrohungen" für Unternehmen, die ihre Gehaltsstrukturen nicht offenlegen, gehe ihr persönlich zu weit, so Vana. Vielmehr sollten Anreize statt Strafen im Vordergrund stehen.

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