AK: Ein Blick auf die Lohnstückkosten zeigt: Arbeitnehmer machen ihre Unternehmen stark

Kostenposition gegenüber EU Handelspartnern um 2,2 Prozent verbessert

Wien (OTS) - "Österreichs Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen
tragen einen Löwenanteil zum Erfolg ihrer Unternehmen bei", sagt AK Präsident Herbert Tumpel. Das zeigen neueste Daten des Wifo zur Lohnstückkosten-Entwicklung: "Selbst im Jahr des Kon-junkturwendepunkts 2008 konnte Österreich seine Position gegenüber den EU-Handelspartnern um 2,2 Prozent verbessern, gegenüber den Handelspartnern in aller Welt um 1,8 Prozent. "Und diese Lohnstückkosten-Entwicklung sehen wir schon seit Jahren. Österreich kann gerade wegen der Leistungen seiner Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen im internationalen Wettbewerb so gut mithalten. "Deshalb ist es auch wichtig, dass die Arbeitnehmer ihren fairen Anteil bekommen" sagt AK Präsident Herbert Tumpel zum Auftakt der Lohn- und Gehaltsverhandlungen.

Sinkende Lohnstückkosten bedeuten steigende Wettbewerbsfähigkeit:
Österreich liegt weltweit in der Spitzengruppe (minus 4,8 Prozent), vor Deutschland (minus 4,5 Prozent)und Irland (minus 3,3 Prozent). Länder wie Großbritannien (minus 6,6 Pro-zent), Japan (minus 12 Prozent) oder die USA (minus 14,8 Prozent) haben das nur durch Währungsabwertungen geschafft, die dann aber wieder die Import-Güter verteuern und damit die Binnennachfrage schwächen.

"Im internationalen Wettbewerb können wir uns sehen lassen. Das ist die Leistung unserer Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen. Deshalb ist es jetzt nur fair und richtig, in die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu investieren: In die Sicherung und Schaffung von Arbeitplätzen. Aber auch, um jetzt die Kaufkraft der Menschen zu erhalten, um die Wirt-schaft zu beleben", so Tumpel weiter. Schließlich war es die Binnennachfrage in Österreich, die mit verhindert hat, dass die Krise noch schlimmer durchschlägt.

Während des letzten Aufschwungs ermöglichte die stabilitätsorientierte Lohnpolitik den österreichischen Betrieben Rekordexporte und Rekordgewinne. Das Jahr 2009 ist vom schwersten Einbruch in der Wirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg gekennzeichnet. Auch wenn sich die Zeichen mehren, dass der wirtschaftliche Rückgang ein Ende findet so ist eine Erholung nur bei stabilisierter Nachfrage möglich. "Die österreichischen ArbeitnehmerInnen haben ihren Beitrag zur Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft bereits erbracht. Die Politik hat durch Konjunkturpakete zur Stabilisierung beigetragen. Jetzt kommt es darauf an ein rasches Überwinden dieser einzigartigen Krise durch eine stabile Reallohn-entwicklung zu ermöglichen", so Tumpel.

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