Österreich: Insel der seligen Raucher

LR Kaiser: "Dem blauen Dunst muss endlich mit Nachdruck der Kampf angesagt werden" - Alpenrepublik bei Tabakgesetzgebung an letzter Stelle in der EU

Klagenfurt (LPD) - Als eindeutiges Alarmsignal bezeichnet Kärntens Gesundheitsreferent LR Peter Kaiser die Tatsache, dass Österreich bezüglich der Tabakgesetzgebung Schlusslicht in der EU ist. Wie die Wiener Klinische Wochenschrift in ihrer aktuellen Ausgabe darstellt, sind die Zigaretten nicht nur vergleichsweise günstig, es gibt auch EU-weit den schlechtesten Nichtraucherschutz und die wenigsten Behandlungsangebote.

"Jetzt muss endlich Schluss mit halbherzigen, typisch österreichischen Lösungen sein, mit denen man es allen recht machen will. Die Gesundheit der Menschen erfordert ganz strikte Regelungen, Maßnahmen und Gesetze", forderte heute, Freitag, Kaiser. Besorgniserregend sei vor allem die Tatsache, dass das Raucher-Einstiegsalter mittlerweile bei elf Jahren liegt.

"Wenn in einem Großteil der EU ein generelles Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Gebäuden und allen Gastronomiebetrieben möglich ist, weiß man, dass die Zahl der Raucher und vor allem die Zahl der Rauchertoten zurückgeht, dann muss das auch in Österreich umzusetzen sein", machte Kaiser deutlich.

Zusätzlich fordert Kaiser auch umfassende, von der öffentlichen Hand geförderte Raucherausstiegshilfen. "Zur Finanzierung müssten die Einnahmen aus der Tabaksteuer gesetzlich gebunden und entsprechend verwendet werden", so Kaiser.
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