Erfolgreicher Start der neuen Mopedausbildung in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren

52 jugendliche Zweiradfahrer mit mehr Praxistraining sicherer unterwegs

Wien (OTS) - Mit der 12. Führerscheingesetz-Novelle ist das Lenken eines Mopeds seit 1. September 2009 nur mehr mit Ausbildung und Ausweis erlaubt. Die Änderung ist Teil der Initiative von Verkehrsministerin Doris Bures für mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen. Für den Mopedführerschein müssen nun zusätzlich zu Theorie und Praxis auf einem Übungsplatz zwei Stunden Praxistraining auf der Straße absolviert werden. 52 jugendliche Zweiradlenker haben seither in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten und Vorarlberg bereits die Ausbildung nach dem neuen Schema absolviert. "Die Erfahrungen sind durchwegs positiv", erklärt Georg Scheiblauer, Motorrad-Chefinstruktor des ÖAMTC.

Positiv sind auch die Rückmeldungen vieler Eltern, denen die Sicherheit ihrer Kinder am Herzen liegt. Wie wichtig das Training auf der Straße ist, zeigt ein Ausnahmefall. Ein junger Bursch war nach erfolgreicher Theorieprüfung auch bei den Praxisübungen auf dem Gelände sehr gut. Beim Fahren auf der Straße war er aber eindeutig überfordert. "Nach Rücksprache mit den Eltern wurde die Ausstellung des Mopedausweises verschoben", sagt der ÖAMTC-Motorrad-Chefinstruktor. Es wurde eine individuelle Lösung vereinbart, damit der Jugendliche mit 15 Jahren auch im Straßenverkehr sicher unterwegs ist.

Die Ausdehnung der Praxisausbildung um zwei zusätzliche Unterrichtseinheiten im Straßenverkehr ist nach Meinung des ÖAMTC-Experten wichtig, um junge Menschen sorgfältig auf ihre "motorisierte Karriere" vorzubereiten. Steigende Unfallzahlen bei jungen Mopedlenkern geben den Experten Recht. So sind im Jahr 2009 bis 20. September bereits 20 Mopedlenker tödlich verunglückt. Die meisten tödlichen Mopedunfälle gab es in Oberösterreich (10), vor Niederösterreich und Tirol (je 4) sowie Kärnten und Salzburg (je 1). "Die verbesserte Praxisausbildung wird den meist jugendlichen Mopedlenkern mehr Sicherheitsbewusstsein und Wissen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr vermitteln", sagt der ÖAMTC-Motorradexperte.

Mehr Übung für mehr Sicherheit - neun Stunden Praxis beim ÖAMTC

Der ÖAMTC bietet die neue Mopedausbildung in sieben Fahrsicherheitszentren österreichweit an. Die Ausbildung besteht aus sechs Stunden Theorie mit anschließender Prüfung, sieben Stunden Praxis mit Prüfung und Protokoll und abschließend zwei Stunden "Fahren im Verkehr". "Damit gibt es bei den ÖAMTC-Mopedkursen eine Stunde mehr Praxistraining als gesetzlich vorgeschrieben ist. Eine Stunde, die sich auf Fahrzeugbeherrschung und Sicherheit im Straßenverkehr positiv auswirkt", so Scheiblauer.

Der Schwerpunkt in der Praxis liegt auf defensiver Fahrweise und berechenbarem Verhalten im Straßenverkehr. Bei den praktischen Fahrtechnikkursen im Zentrum geht es um die richtige Lenk- und Kurventechnik, um Blick und Fahrlinie, Bremsen und Notbremsen sowie Ausweichen und Handling des Mopeds. In der Theorie und in der Praxis werden weiters Situationen bewusst gemacht, in denen es zu Zusammenstößen mit Autos kommen kann. Nach dem Motto "sehen und gesehen werden" wird das richtige Verhalten von Mopedfahrern im Straßenverkehr theoretisch erklärt und praktisch trainiert - auf dem Übungsplatz, aber auch im Straßenverkehr.

Alle Informationen sowie Anmeldungsmöglichkeiten zu den Mopedtrainings in den ÖAMTC-Fahrsicherheitszentren gibt es online unter www.oeamtc.at/fahrtechnik .

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