Schwentner und Vana/Equal Pay Day: "Mehr Knödl für Frauen!"

Grüne fordern Frauenförderung statt Eigenwerbung der Regierung

Wien (OTS) - Anlässlich des "Equal Pay Day" am 27. September 2009 fordern die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner und Monika Vana, Stadträtin und Frauensprecherin der Wiener Grünen, im Rahmen einer gemeinsamen Straßenaktion in Wien "Mehr Knödl für Frauen". "Fraueneinkommen müssen steigen. 96 Tage, die Frauen mehr arbeiten müssen, um das zu verdienen wie Männer, sind 96 Tage zu viel. Equal Pay Day muss der 31. Dezember werden", so die PolitikerInnen.

Schwentner macht für die alarmierende Einkommenlage von Frauen die SPÖ mitverantwortlich: "Die wachsende Einkommensungleicheit zwischen Frauen und Männern ist eindeutiger Beweis dafür, dass in den vergangenen Jahren trotz einer SPÖ Frauenministerin in Sachen Frauenpolitik nichts weitergegangen ist. Bis heute gibt es keinen gesetzlich garantierten Mindestlohn oder qualifizierte Teilzeitmodelle, wie in der Schweiz, wo ein 60-Stunden Job mit Leitungsfunktion auf zwei 30-Stunden Stellen aufgeteilt wird. Gerade solche Maßnahmen würden Frauen besonders zu Gute kommen."

Die Transparenz-Initiative von Frauenministerin Heinisch-Hosek, nach der Firmen mit mehr als 25 MitarbeiterInnen betriebsintern und anonym die Gehaltsstruktur offenlegen sollen, ist aus Sicht Schwentners nichts als eine teure Imagekampagne der Regierung. "Die Idee ist gut, greift aber viel zu kurz und ist damit zahnlos", kritisiert Schwentner. "Ein bisschen Einkommenstransparenz rein nur im Betrieb läßt Fraueneinkommen nicht automatisch steigen. Was wer verdient, soll weiter ein Geheimnis bleiben. Offenbar fehlt der Mut, die heilige Kuh "Einkommensgeheimnis" zu Fall zu bringen."

Handlungsbedarf sieht Vana speziell auch für Wien. In Wien arbeiten Frauen statistisch gesehen ab dem 5. Oktober "gratis". Besonders groß ist der Einkommensunterschied bei den Angestellten, wo Männer sogar um 57 Prozent mehr als Frauen verdienen. Schon bei den weiblichen Lehrlingen beträgt der Einkommensnachteil im ersten Lehrjahr satte 10 Prozent. Selbst im Wiener Magistrat verdienen Frauen 21 Prozent weniger als Männer.

Vana fordert die Wiener SPÖ auf, in Wien endlich umzusetzen, was sie im Bund fordert. "Der öffentliche Dienst in Wien mit 75.000 Beschäftigten muss Vorreiterin sein: Vollständige Einkommenstransparenz im Magistrat, Förderung der Väterkarenz und Papa-Monat und Hebung des Frauenanteils in Spitzenfunktionen sind dringende Maßnahmen zur Schließung der Einkommensschere." Weiters fordert Vana, dass Wirtschaftförderung und öffentliche Auftragsvergabe an Frauenförderung gekoppelt werden sollen.

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