- 25.09.2009, 10:31:08
- /
- OTS0080 OTW0080
Schwentner und Vana/Equal Pay Day: "Mehr Knödl für Frauen!"
Grüne fordern Frauenförderung statt Eigenwerbung der Regierung
Wien (OTS) - Anlässlich des "Equal Pay Day" am 27. September 2009
fordern die Frauensprecherin der Grünen, Judith Schwentner und Monika
Vana, Stadträtin und Frauensprecherin der Wiener Grünen, im Rahmen
einer gemeinsamen Straßenaktion in Wien "Mehr Knödl für Frauen".
"Fraueneinkommen müssen steigen. 96 Tage, die Frauen mehr arbeiten
müssen, um das zu verdienen wie Männer, sind 96 Tage zu viel. Equal
Pay Day muss der 31. Dezember werden", so die PolitikerInnen.
Schwentner macht für die alarmierende Einkommenlage von Frauen die
SPÖ mitverantwortlich: "Die wachsende Einkommensungleicheit zwischen
Frauen und Männern ist eindeutiger Beweis dafür, dass in den
vergangenen Jahren trotz einer SPÖ Frauenministerin in Sachen
Frauenpolitik nichts weitergegangen ist. Bis heute gibt es keinen
gesetzlich garantierten Mindestlohn oder qualifizierte
Teilzeitmodelle, wie in der Schweiz, wo ein 60-Stunden Job mit
Leitungsfunktion auf zwei 30-Stunden Stellen aufgeteilt wird. Gerade
solche Maßnahmen würden Frauen besonders zu Gute kommen."
Die Transparenz-Initiative von Frauenministerin Heinisch-Hosek, nach
der Firmen mit mehr als 25 MitarbeiterInnen betriebsintern und anonym
die Gehaltsstruktur offenlegen sollen, ist aus Sicht Schwentners
nichts als eine teure Imagekampagne der Regierung. "Die Idee ist gut,
greift aber viel zu kurz und ist damit zahnlos", kritisiert
Schwentner. "Ein bisschen Einkommenstransparenz rein nur im Betrieb
läßt Fraueneinkommen nicht automatisch steigen. Was wer verdient,
soll weiter ein Geheimnis bleiben. Offenbar fehlt der Mut, die
heilige Kuh "Einkommensgeheimnis" zu Fall zu bringen."
Handlungsbedarf sieht Vana speziell auch für Wien. In Wien arbeiten
Frauen statistisch gesehen ab dem 5. Oktober "gratis". Besonders groß
ist der Einkommensunterschied bei den Angestellten, wo Männer sogar
um 57 Prozent mehr als Frauen verdienen. Schon bei den weiblichen
Lehrlingen beträgt der Einkommensnachteil im ersten Lehrjahr satte 10
Prozent. Selbst im Wiener Magistrat verdienen Frauen 21 Prozent
weniger als Männer.
Vana fordert die Wiener SPÖ auf, in Wien endlich umzusetzen, was sie
im Bund fordert. "Der öffentliche Dienst in Wien mit 75.000
Beschäftigten muss Vorreiterin sein: Vollständige
Einkommenstransparenz im Magistrat, Förderung der Väterkarenz und
Papa-Monat und Hebung des Frauenanteils in Spitzenfunktionen sind
dringende Maßnahmen zur Schließung der Einkommensschere." Weiters
fordert Vana, dass Wirtschaftförderung und öffentliche
Auftragsvergabe an Frauenförderung gekoppelt werden sollen.
Rückfragehinweis:
Pressereferat, 0664 831 74 49
http://wien.gruene.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | GKR






