Spielerschutz der Casinos Austria versagt!

Spielerschutzorganisationen stehen vor der Frage: Wie ernst nehmen die Casinos Austria den Spielerschutz?

Salzburg (OTS) - Ausgaben nicht nachvollziehbar!

Während die Bereitstellung von finanziellen Mitteln für Spielsuchtberatungsstellen rückläufig ist, sind die Werbeausgaben der Casinos Austria-Lotterien-Gruppe von 2005 bis 2008 um EUR 13,6 Mio. erhöht worden. Im Jahr 2008 wurde durch die Casinos Austria AG EUR 47,8 Mio. für Werbung ausgegeben; in die Unterstützung des Hilfesystems floss dagegen weniger als EUR 1 Mio.

Jugendschutz der Österreichischen Lotterien versagt!

Die selbst auferlegten Beschränkungen für Lotterieprodukte ab 16 Jahren und für Wettprodukte ab 18 Jahren versagen vollkommen. Aus internen Quellen der Österreichischen Lotterien vernimmt man, dass beim jüngsten Selbsttest der Lotterien 50% der Trafikanten im Bundesland Salzburg diese Produkte an Kinder und Jugendliche verkauft haben; in ganz Österreich liegt die Quote bei ca. 8%. Trafikanten wurden zuvor mittels Schreiben auf den Test vorbereitet. Zudem sind Kindern und Jugendlichen Brieflosautomaten frei zugänglich. Die Österreichische Lotterien GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Casinos Austria AG.

Übergreifende Sperren für süchtige Spieler abgeschafft!

Die Casinos Austria missachten Selbstsperren. Spielsüchtige, die sich im Kasino vor Ort sperren lassen, können ungehindert in WIN WIN-Lokalitäten und im Internet unter win2day.at weiterspielen. Diese Unternehmen sind Teil der Casinos Austria. Weiters wurde ein Vertrag mit deutschen Kasinos nicht verlängert: Gesperrte Spieler aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich können daher zum Weiterspielen ungehindert in die Bundesrepublik Deutschland fahren.

Rückfragen & Kontakt:

Institut Glücksspiel & Abhängigkeit
Roman Neßhold, BA, PMM
Tel.: 06644059666
mailto: office@game-over.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0005