Karas: Wirtschaftskrise und Klimawandel erfordern qualitativen Quantensprung in Beziehungen EU-USA

Karas mit EVP-Fraktionspräsidium bei Arbeitsbesuch in Washington und New York

Washington/New York, 25. September 2009 (OTS-PD) "Die globale Wirtschaftskrise und die Herausforderungen des Klimawandels machen einen qualitativen Quantensprung in den Beziehungen zwischen der EU und den USA notwendig", zieht EVP-Vizepräsident Mag. Othmar Karas Bilanz über den einwöchigen Arbeitsbesuch des EVP-Fraktionspräsidiums in Washington. "Als die stärkste politische Kraft Europas ist die Europäische Volkspartei überzeugt, dass mit einem neuen Europäischen Parlament und einer neuen Kommission sowie einem neuen Präsidenten in den USA die Zeit reif ist für neue gemeinsame Anstrengungen. Zusammen können wir die dringend benötigten Reformen auf den Finanzmärkten genauso wie einen ambitionierten Aktionsplan zum Klimaschutz durchsetzen", so Karas. ****

"Mit ihren über 500 Millionen Konsumenten und insgesamt mehr als 22 Prozent der globalen Produktion ist die EU die stärkste Wirtschaftsmacht der Welt. Wir sind geeint in unserem Willen für bessere Regeln auf den globalen Finanzmärkten zu sorgen und dem Prinzip einer sozialen Marktwirtschaft auch weltweit zum Durchbruch zu verhelfen. Damit geht die Europäische Union aus einer Position der Stärke in den G20-Gipfel in Pittsburgh", so Karas. "Auch wenn die Wirtschaftskrise in den USA ihren Anfang genommen hat, trifft sie heute doch auch massiv Europa. Wir werden den Weg aus dieser Krise nur mit einer gemeinsamen Anstrengung auf beiden Seiten des Atlantiks und in Zusammenarbeit mit allen G20-Partnern finden. Der G20-Gipfel ist das einzige realistische Forum, das funktionierende Antworten auf die Wirtschafts- und Finanzkrise geben kann. Diese Ansicht wird auch von allen verantwortlichen Akteuren in Washington geteilt."

Im Zuge seines Besuchs traf Karas in Washington mit führenden Vertretern sowohl der Demokraten und Republikaner, mit hochrangigen Mitgliedern der Obama-Administration sowie mit Wirtschaftsvertretern zusammen. "Die transatlantischen Beziehungen sind von besonderer Bedeutung. Es liegt im Interesse beider Seiten langfristig eine transatlantische Freihandelszone zu schaffen, der beiden Wirtschaftsräumen Aufschwung verschaffen und für neue Arbeitsplätze sorgen kann", betonte Karas. "Es wäre daher ein wichtiges Signal für die Beziehungen zwischen der EU und den USA, wenn Präsident Obama bei seinem nächsten Besuch in Europa auch vor dem Europäischen Parlament sprechen würde", so der EVP-Vizepräsident, der eine diesbezügliche Einladung bei seinen Gesprächsterminen übermittelte.

Abschließend wies Karas darauf hin, dass die Europäische Union selbst nur dann ein vollwertiger Akteur auf der Weltbühne sein könne, wenn sie zu einer echten Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik gelange und weltweit mit einer Stimme aufträte. "Der Vertrag von Lissabon ist dafür ein ganz wesentlicher Schritt, dem aber noch weitere folgen müssen. Nur mit einer Stimme und einer gemeinsamen starken Position können wir unser Profil in der Welt schärfen, unsere Rolle stärken und die Partnerschaft mit den USA in vollem Umfang ausbauen."

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