• 24.09.2009, 16:06:10
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"KURIER"-Kommentar von Gert Korentschnig: "Promille statt Prozent"

Wenn die Wahrheit über Haiders Tod bekannt ist, hat es der Mythos schwer.

Wien (OTS) - War der Komet schuld an Jörg Haiders Tod? Oder der
Geheimdienst, welcher auch immer, involviert? Hat man dem
Landeshauptmann heimlich K.-o.-Tropfen in seinen Fruchtsaft gemixt?
War alles eine letale Polit-Intrige? Und welche Rolle spielten dabei
die Banken, von deren Verwicklung immerhin Haiders selbsternannter
"Lebensmensch" überzeugt war?
Mit solchem Unsinn, mit derart absurden Verschwörungstheorien war
man nach dem Unfall konfrontiert. Weil einfach nicht wahr sein
durfte, dass in Kärnten "die Sonne vom Himmel gefallen" war.
Jetzt steht fest: Haider war komplett betrunken. 1,77 Promille im
Blut. Keine Hinweise auf Medikamente. Keine Manipulation am Auto. Und
keine Substanz in Petzners verschwörungstheoretischen Aussagen.
Haiders Schwester, die BZÖ-Abgeordnete Ursula Haubner, ist empört,
dass news den Obduktionsbericht veröffentlichte, will die Zeitschrift
klagen, die Staatsanwaltschaft Klagenfurt und wer weiß wen sonst noch
aller. Dabei wirkt gerade bei einem Öffentlichkeitsjunkie wie Haider
der Verweis auf Intimsphäre lächerlich.
Vielleicht wird das BZÖ nun endgültig außerhalb Kärntens zur
Promille-Partei. Viele Prozente werden sich bei Wahlen wohl nicht
mehr ausgehen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Kulturredaktion
Tel.: (01) 52 100/2722

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