"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Licht ins KHG-Dunkel"

Millionen-Provisionen an Grasser-Freunde sind ein Fall für einen U-Ausschuss.

Wien (OTS) - Karl-Heinz Grasser und Walter Meischberger sind
seit den Tagen in Haiders Buberlpartie nicht bloß dicke Freunde. Meischberger war Grassers Trauzeuge, nach KHGs Polit-Abschied gründeten sie eine Berater-Firma. Meischberger machte nun Selbstanzeige bei der Finanz, weil er sich 8 Millionen

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unversteuert auf ein zypriotisches Konto zahlen ließ: Für Berater-Dienste der privaten Immofinanz-Gruppe beim Kauf von 60.000 bundeseigenen Wohnungen (Buwog).
Verkäufer war das Finanzministerium, Ressortchef Karlheinz Grasser - eine fatal schiefe Optik wie selbst KHG eingesteht. Der Staatsanwalt prüft nun, ob Steuersünder Meischberger auch strafrechtlich dran kommt.
Das ganze Netzwerk von Grasser-Freunderln, die beim Buwog-Deal (siehe Story Seite 3) eine Rolle spielten, hat die Steuersünder-Fahnder nicht zu interessieren.
Nachhaltig reinwaschen kann sich KHG nur in einem Untersuchungs-Ausschuss im Parlament. Hier müssen alle unter Wahrheitspflicht aussagen - und alles auf den Tisch legen. Auch, ob der ominöse Buwog-Deal zurecht im Visier des Rechnungshofes stand. Die Prüfer wussten noch nichts von geheimen Provisionen. Sie bemängelten die Höhe des erzielten Buwog-Kaufpreis.

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